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Für ein reibungsloses Zusammenspiel

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Neuer offener Standard „EnergyBus“ für elektrische Komponenten von E-Bikes

26.08.2016

Wissenschaftler der Universität des Saarlands treiben die Arbeit an dem offenen Standard „EnergyBus“ voran. Mit dem Standard soll künftig eine reibungslose Zusammenarbeit aller elektrischen Komponenten am E-Bike oder vergleichbarer Elektrofahrzeuge möglich sein – unabhängig davon, ob es sich dabei um Batterien, Aufladegeräte, Sensoren, Motoren oder Steuerschnittstellen handelt.

 - Wichtige Forschungsarbeit für den neuen Standard „EnergyBus“: Professor Holger Hermanns untersucht die Sicherheit von eingebetteten Systemen am Beispiel von E-Bikes.
© Angelika Klein
Wichtige Forschungsarbeit für den neuen Standard „EnergyBus“: Professor Holger Hermanns untersucht die Sicherheit von eingebetteten Systemen am Beispiel von E-Bikes.

Der EnergyBus bildet das Fundament für eine neue weltweite Norm der ISO/IEC, an der derzeit intensiv gearbeitet wird. Danach müssen Hersteller künftig garantieren, dass ihre Batterie über einen genormten Stecker und eine genormte Software jedes Elektrofahrrad antreibt. Um diesen Standard und die damit verbundenen Software-Werkzeuge systematisch sicher und qualitativ hochwertig zu entwickeln, setzt Holger Hermanns, Informatik-Professor der Universität des Saarlandes, auf Methoden der „quantitativen Verifikation“. Dies ist ein Zweig der Informatik, der für eingebettete Systeme grundlegende Fragen erforscht, Software-Werkzeuge entwickelt und diese dann auch konkret im realen Einsatz untersucht.

Automatische Überprüfung

Auf diese Weise kann automatisch überprüft und sichergestellt werden, dass wichtige Aspekte eingebetteter Systeme, wie beispielsweise das Airbag nur bei einem Aufprall zu öffnen, funktionieren. Für eine Software, die die Stromzufuhr an einem Elektrofahrrad regelt, sind dies beispielsweise Betriebssicherheit (versehentliches Überladen führt zu keinem langfristigen Schaden), Zuverlässigkeit (die Batterie hält bei normalem Gebrauch länger als viereinhalb Jahre) und Performanz (in 80 Prozent aller Auflade-Vorgänge reichen 20 Minuten aus, um 20 Kilometer zu fahren). Hermanns ist überzeugt: „Ordentliche Batterietechnik sollte die Besitzer solcher Geräte unterstützen und nicht einschränken, egal ob es sich dabei um ein Smartphone oder ein Elektrofahrrad handelt.“

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