21. September 2021 
 
14. Juni 2021

Der VDMA blickt optimistisch in die Zukunft

Heute digital, in einem Jahr analog - die digitale Plattform ACHEMA Pulse bringt nach der pandemiebedingten Verlegung der ACHEMA auf den 4. - 8. April 2022, die Akteure der Prozessindustrie virtuell zusammen. Unter den Ausstellern befindet sich der VDMA mit dem Forum Prozesstechnik und den zugehörigen Fachverbänden Pumpen + Systeme, Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik, Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate sowie dem Fachverband Armaturen. Gemeinsam mit dem Forum Prozesstechnik wird der Fachverband Nahrungsmittel- und Verpackungsmittel mit der Fachabteilung Pharma- und Kosmetikmaschinen anwesend sein. Das vielfältige Veranstaltungsprogramm setzt Impulse zu Themen wie Wasserstoff, chemisches Recycling, Digitalisierung sowie Automation und ermöglicht einen direkten Austausch mit den Ausstellern und Referenten. Auf drei Live-Bühnen werden an beiden Veranstaltungstagen Podiumsdiskussionen und Interviews übertragen. Der VDMA wird mit Beiträgen zu OPC UA und Circular Economy vertreten sein.

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Für den Maschinenbau erwartet der VDMA eine positive Entwicklung
Exportrückgang in der Verfahrenstechnik

Wirtschaftlich blickt der Maschinenbau auf ein schwieriges Jahr zurück. Der starke Konjunktureinbruch in der wichtigen Abnehmerregion Europa machte sich in fast allen Fachzweigen des Maschinenbaus bemerkbar.

Im ersten Jahr der Corona-Pandemie ist die Produktion Verfahrenstechnischer Maschinen und Apparate leicht um 0,7 Prozent auf 8,2 Milliarden Euro gesunken. Die Exportquote dieses Fachzweiges des Maschinen- und Anlagenbaus lag im Jahr 2020 bei 74,7 Prozent.

Vor allem bedingt durch die zahlreichen nachfrageseitigen Beeinträchtigungen auf den internationalen Märkten und Reiserestriktionen sanken die Exporte in der Verfahrenstechnik mit minus 6,9 Prozent stärker als die Produktion. 2020 konnte ein Exportvolumen von 6,1 Milliarden Euro realisiert werden (2019: 6,6 Milliarden Euro).

Trotz eines Rückgangs um 9,2 Prozent bleibt die EU-27 mit einem Anteil von 36 Prozent an den gesamten Exporten nach wie vor wichtigste Abnehmerregion für die deutschen Hersteller von Verfahrenstechnik vor Asien mit 27 Prozent, dem sonstigen Europa mit 15 Prozent und Amerika mit 13 Prozent. Auf Afrika und den Nahen/Mittleren Osten entfallen jeweils 4 Prozent der deutschen Exporte.

In der Rangfolge der wichtigsten Exportmärkte behauptet China mit 817 Millionen Euro (plus 1,7 Prozent) seine Spitzenposition vor den USA (508 Millionen Euro), die allerdings einen deutlichen Rückgang um 19,3 Prozent verzeichnen, Frankreich (360 Millionen Euro; minus 7,1 Prozent) und Russland (246 Millionen Euro; minus 1,5 Prozent). In leicht geänderter Rangfolge gehören mit dem Vereinigten Königreich, Italien, Niederlande Polen, Schweiz und Österreich sechs weitere Länder zu den zehn wichtigsten Märkten, die auch schon 2019 die Top 10 komplettierten.

EU bleibt wichtigste Abnahmeregion für Pumpen deutscher Hersteller

Die Produktion der Pumpenhersteller belief sich 2020 auf 5 Milliarden Euro, was einem Minus gegenüber dem Vorjahr von 3,5 Prozent entspricht. Die Pumpenhersteller exportierten 2020 Waren im Wert von 5,5 Milliarden Euro und verzeichneten damit einen Rückgang von 8,1 Prozent gegenüber 2019 (6 Milliarden Euro). Die EU-27 bleibt mit einem Anteil von 43 Prozent an den gesamten Exporten nach wie vor wichtigste Abnehmerregion für die deutschen Pumpenhersteller, vor Asien mit 21 Prozent, dem sonstigen Europa mit 15 Prozent und Amerika mit 13 Prozent. Auf den Nahen/Mittleren Osten entfallen 4 Prozent und auf Afrika 2 Prozent der deutschen Exporte. Die wichtigsten Exportmärkte der Pumpenhersteller sind China mit 617 Millionen Euro, die USA mit 514 Millionen Euro, Tschechien mit 361 Millionen Euro, dicht gefolgt von Frankreich mit 330 Millionen Euro. Dann folgen die Niederlande, Russland, Italien, Polen, Österreich und die Schweiz.

Rund 9 Prozent weniger Produktion bei Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik

Die Produktion der Hersteller von Kompressoren, Druckluft- und Vakuumtechnik (KDV) belief sich auf 4,4 Milliarden Euro, was einem Minus von 9,2 Prozent entspricht. Die KDV-Hersteller exportierten in 2020 Waren im Wert von 4,6 Milliarden Euro und verzeichneten somit einen Rückgang um 10,3 Prozent gegenüber 2019 (5,1 Milliarden Euro). Die EU-27 bleibt mit einem Anteil von 38 Prozent an den gesamten Exporten nach wie vor wichtigste Abnehmerregion für die deutschen KDV-Hersteller, vor Asien mit 27 Prozent, Amerika mit 16 Prozent und dem sonstigen Europa mit 13 Prozent. Auf den Nahen/Mittleren Osten und auf Afrika entfallen jeweils 3 Prozent der deutschen Exporte. Die wichtigsten KDV-Exportmärkte sind China mit 686 Millionen Euro, die USA mit 534 Millionen Euro und - mit weiterem Abstand -Österreich mit 220 Millionen Euro. Dann folgen Frankreich, Italien, Russland, Vereinigtes Königreich, die Niederlande, Ungarn und die Schweiz.

Industriearmaturen mit zufriedenstellendem Umsatz in 2020

Trotz Corona-Krise konnten die deutschen Hersteller von Industriearmaturen mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau ein insgesamt zufriedenstellendes Jahr 2020 abschließen. Die Produktion sank jedoch zeitgleich um 2,2 Prozent auf 3,5 Milliarden Euro. Das Exportgeschäft befand sich eindeutig auf Talfahrt. So exportierten die deutschen Industriearmaturenhersteller im vergangenen Jahr Waren im Wert von rund 4,1 Milliarden Euro ins Ausland. Das entspricht einem Rückgang von 10,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die EU-27 sind wichtigste Abnehmerregion mit einem Anteil von 41,5 Prozent. Danach folgt Asien mit 24,5 Prozent der Lieferungen. Auf das sonstige Europa entfallen 14,6 Prozent der Ausfuhren und auf Amerika 12,6 Prozent. Weniger bedeutend für das Auslandsgeschäft der Armaturenbranche sind bislang der Mittlere/Nahe Osten mit einem Anteil von 4,2 Prozent und Afrika mit 1,7 Prozent. Das Geschäft mit dem wichtigsten Handelspartner China hatte sich 2020 nach einer kräftigen Delle zum Jahresauftakt wieder etwas belebt und lag nur leicht (minus 2,1 Prozent) unter dem sehr guten Vorjahresniveau. Insgesamt wurden Armaturen im Wert von 557,3 Millionen Euro in die Volksrepublik geliefert. Die Lieferungen in das zweit wichtigste Abnehmerland USA brachen um 16,6 Prozent auf 363 Millionen Euro ein. Nach Frankreich gingen ebenfalls deutlich weniger Armaturen als im Vorjahr (minus 11,9 Prozent). Das Land behauptete trotzdem Platz drei der wichtigsten Absatzmärkte mit einem Abnahmevolumen von 216 Millionen Euro. Positiv ragten unter den wichtigsten Abnehmerländern nur die Schweiz und Russland heraus. Die Exporte nach Russland stiegen um 4,4 Prozent auf 144 Millionen Euro und in die Schweiz wurden 0,6 Prozent mehr Armaturen (146 Millionen Euro) geliefert.

„Nach einem wirtschaftlich herausfordernden Jahr 2020 erwarten wir für den Maschinenbau eine positive Entwicklung und sehen optimistisch in die Zukunft. Damit der Maschinenbau weiterhin leistungsstark und innovativ bleibt, braucht es Impulse und digitale Technologien. Bei der ACHEMA Pulse werden einige dieser zukunftsweisenden Themen diskutiert", sagt Richard Clemens, Geschäftsführer VDMA Nahrungsmittel- und Verpackungsmaschinen/ VDMA Verfahrenstechnische Maschinen und Apparate und Sprecher des VDMA Forums Prozesstechnik.


 


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