23. Januar 2021 
 
11. Januar 2021

Anzeige: Ein gutes Fundament für die Branche

Interview mit Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe

Fotonachweis: ZDB / C. PflugFotonachweis: ZDB / C. Pflug
Reinhard Quast, Präsident des Zentralverbands Deutsches Baugewerbe
Lieber Herr Quast, noch zu Jahresbeginn war die Prognose für das Jahr 2020 sehr optimistisch. Dann kam Corona und damit alles anders als erwartet. Wie blicken sie das auf das Jahr zurück?
Zuerst: Corona hat uns Bauleuten die Kraft nicht geraubt. Unser natürliches Arbeitsumfeld an der frischen Luft war dafür die Grundlage.Die Anzahl der Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze hat sich im Jahr 2020 vergrößert. Der Gesamtumsatz ist leicht angestiegen und wird in 2021 stagnieren. Das ist ein Grund zu Dankbarkeit und ein gutes Fundament für die Branche.

Wie hat sich die Corona-Pandemie in den einzelnen Bausparten bemerkbar gemacht?
Der Musterschüler ist der Wohnungsbau. Letztlich wird diese Sparte solide durch die Corona-Krise kommen. Das genehmigte Bauvolumen hat sich um über 7% erhöht und nach einem kurzen Einbruch imFrühjahr wurden hier wieder steigende Auftragseingänge verzeichnet.

Aber nicht in allen Bereichen dürfte die Entwicklung so glimpflich verlaufen sein.
Richtig. Anders sieht es im Wirtschaftsbau aus. Der Bau für gewerbliche Investorenam deutlichsten unter den Folgen der Corona-Krise leiden. Teilweise gibt es Auftragsrückgänge in zweistelliger Höhe. Insbesondere der Wirtschaftshochbau bricht deutlich ein, selbst wenn es einige antizyklische Investoren gibt.
Um den akuten Rückgang auszugleichen, sollte die öffentliche Hand anfangen, ihren Investitionsstau endlich abzubauen.Es ist gut, dass Bund und Länder die Gewerbesteuer-Ausfälle der Kommunen ausgleichen und so die kommunalen Haushalte entlasten. Also: Es gibt keine Entschuldigung für die Kommunen. Kritisch entwickelt sich der Straßen- und Tiefbau.Laut dem Entwurf des Bundeshaushaltes 2021 ist zwar geplant, im kommenden Jahr knapp 800 Mio. Euro bzw. 8 % mehr in die Bundesfernstraßen, die Bundeswasserstraßen und die Förderung des Radverkehrs zu investieren. Ob diese Investitionen – zumindest bei den Bundesfernstraßen – auch komplett realisiert werden, steht derzeit aber noch in Frage.

Welche Trends und Entwicklungen sind für Bauunternehmen und die Baubranche jetzt wichtig?
Die Themen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Umweltschutz müssen nicht nur beim Bau, sondern auch bei den Prozessen entsprechend Berücksichtigung finden. Der Bau- und Gebäudesektor bietet hier noch enormes Potenzial. Auch durch die Digitalisierung und Automatisierung ergeben sich mehr und mehr Möglichkeiten, noch effizienter und günstiger zu bauen. Von größter Wichtigkeit ist auch die Planungs- und Investitionsbeschleunigung,um die langwierigen Wege dort abzukürzen, indem man Wesentliches von Unwesentlichem in den Prozessen unterscheidet.

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