27. November 2020 
 
17. September 2019

Kongressschwerpunkt BIOFACH 2020: „Bio wirkt!“

Wenn sich vom 12. – 15. Februar 2020 die internationale Bio-Branche zu ihrem Jahresauftakt, der BIOFACH, Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel, im Nürnberger Messezentrum trifft, diskutiert der Sektor zentrale Herausforderungen der Zukunft und welche Antworten und Lösungsansätze eine ökologische Wirtschaftsweise liefert.

Foto: NürnbergMesse GmbHFoto: NürnbergMesse GmbH
Beim BIOFACH Kongress geht es darum, wichtige Themen zu diskutieren, voneinander zu lernen und Wissen weiter zu geben
Das Motto der BIOFACH 2020 lautet „Bio wirkt!“. Und die Messe will zeigen, dass Bio gleich auf vielen Ebenen wirkt. Bio schützt das Wasser, steigert die Bodenfruchtbarkeit und stärkt Artenvielfalt. Bio schützt das Klima, ist gesund im ganzheitlichen Sinne und sichert Lebensgrundlagen. Bio-Landwirtschaft, -Lebensmittelherstellung und -Handel stärken das Gemeinwohl rund um den Globus.

Den Kongressschwerpunkt der BIOFACH gestalten alljährlich der internationale Schirmherr der BIOFACH, IFOAM – Organics International, gemeinsam mit dem nationalen ideellen Träger, Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) und der Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel.

Dabei stehen folgende Zukunftsfragen im Fokus des BIOFACH Kongresses:
1) Welche positiven Effekte hat der Bio-Landbau und welchen Beitrag leistet er für den Erhalt der Biodiversität? Wie schneiden CO2-Gehalt und Biodiversität im Bio-Landbau ab? Welche wissenschaftlichen Erkenntnisse liegen dazu vor?
2) Wie kann die Politik den Agrar- und Ernährungswandel fördern, welche politischen und Kommunikations-Strategien sind die Besten?
3) Wie trägt der Bio-Landbau zum globalen Kampf gegen Hunger und Klimawandel oder die Ausbreitung von Wüsten bei?
4) Was leistet Bio für das Gemeinwohl? Wie lassen sich Ökologie und Ökonomie nachhaltig miteinander verbinden? Wie profitieren zum Beispiel ärmere Regionen vom Bio-Landbau?

Der BIOFACH Kongress findet parallel zur Weltleitmesse für Bio-Lebensmittel statt und wird das Thema des Kongressschwerpunktes „Bio wirkt!“ in zahlreichen Einzelveranstaltungen aufgreifen. Mit über 9.000 Teilnehmern und Mitdiskutanten ist der BIOFACH Kongress die größte internationale Wissens- und Networking-Plattform der Branche.

Louise Luttikholt, Geschäftsführerin der IFOAM (International Federation of Organic Agriculture Movements) ist überzeugt: „Bio-Bauern, -Verarbeiter und -Händler stärken Nachhaltigkeit auf vielen Ebenen. In zahlreichen Ländern weltweit ist die ökologische Wirtschaftsweise durch strenge, gesetzliche Normen geregelt. Doch ihr positiver Einfluss geht weit über das Prüfzeichen einer Öko-Kontrollstelle oder ein Bio-Zertifikat hinaus. Die Arbeitsweisen der Bio-Landwirtschaft inspirieren Millionen – von Landwirten bis zu Verbrauchern – sowie ganze Regionen, gemeinsam für eine nachhaltige und enkeltaugliche Zukunft zu arbeiten. Immer mehr Landwirte stellen auf Öko-Landbau um, immer mehr Menschen entscheiden sich für Bio-Produkte. Für die Öko-Branche bedeutet Bio allerdings mehr als eine positive wirtschaftliche Entwicklung. Letztendlich geht es doch darum: Wir wollen unserer Umwelt, dem Wasser, dem Boden, der Biodiversität und dem Klima sowie den Erzeugern die Wertschätzung entgegenbringen, die sie verdienen. Das wollen wir mit dem Kongressschwerpunkt der BIOFACH 2020 unterstreichen!“

Dr. Felix Prinz zu Löwenstein, Vorstandsvorsitzender des BÖLW (Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V.) ergänzt: „Bio-Land- und Lebensmittelwirtschaft wirken direkt auf alle Lebewesen, von den kleinsten Mikroben in unserem Boden und den Tieren auf unseren Höfen bis hin zu Gesundheit und Wohlbefinden des Menschen. Bio-Unternehmen beweisen nachhaltig bereits heute überall auf der Welt, dass es sich auszahlt, sorgfältig mit unseren natürlichen Ressourcen umzugehen. Ökonomie und Ökologie können Hand in Hand gehen! In größerem Maßstab übersetzt, sehen wir: Bio spielt eine wichtige Rolle, damit wir viele wichtige Ziele erreichen können – auf allen Ebenen. Bei den von den vereinten Nationen festgelegten Zielen für eine nachhaltige Entwicklung, den Sustainable Development Goals (SDG) ebenso wie den Umwelt-, Klima- und Tierschutzzielen der EU und Deutschland.“

https://www.biofach.de

 

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