24. Januar 2019 
 
18. Januar 2017

Kein Widerspruch: Gesunde Naschereien – ISM/ProSweets 2017

Hochwertig, gesund und aus der Region: Premium-Qualität, lokaler Bezug und nachhaltige Inhaltsstoffe spielen heute bei Süßwaren eine immer größere Rolle. Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer Handelsverband Deutschland, skizziert die Trends im Interview mit DIE MESSE.

Foto: Rainer Sturm / pixelio.deFoto: Rainer Sturm / pixelio.de
Köstlichkeiten in bester Qualität: Bei Süßwaren zeichnet sich ganz klar ein Trend zu hochwertigen Inhaltsstoffen ab.
2015 hatte der Süßwarenhandel um 3,2 Prozent zugelegt. Wie ist das Jahr 2016 verlaufen?

Das vergangene Jahr war geprägt von den Großveranstaltungen der Fußball-Europameisterschaft und Olympia, die besonders im Rahmen des Aktionsgeschäftes zum Tragen kamen. Insgesamt konnten hier zwar Achtungserfolge erzielt werden. Wesentlichen Schwung hat das Süßwarengeschäft jedoch vor allem durch die saisonalen Abverkäufe im Weihnachts- und Ostergeschäft gewonnen. Die genauen Zahlen werden derzeit noch ermittelt, es zeichnet sich allerdings ab, dass der Handel im Süßwarensegment insgesamt ein Wachstum verzeichnen konnte.

Welche Trends zeichnen sich ab?

Seit einigen Jahren zeichnet sich im Lebensmittelhandel der Trend zu hochwertigen Inhaltsstoffen ab. Dieser Trend hat auch den Süßwarenbereich erreicht. Das Stichwort „Healthy Food“ oder gesunde Ernährung soll dabei nicht länger im Widerspruch zu Naschereien stehen. Dabei zeigt sich, dass nicht nur der seit einigen Jahren existierende Trend nach „Wellness-Produkten“ fortgeschrieben wird, sondern neue Aspekte hinzukommen. Dabei geht es auch um die Berücksichtigung nachhaltiger Rohstoffe. Darüber hinaus liegt der Fokus auf Regionalität sowie auf Premium-Produkten.

Was sind die wesentlichen Umsatzträger?

Alle Sortimentsbereiche haben ihren Anteil zum Süßwarenverkauf geleistet und somit dazu beigetragen, dass der Süßwarenanteil am gesamten Lebensmittelumsatz im Lebensmitteleinzelhandelbei bis zu zehn Prozent liegt. Dabei konnten im vergangenen Jahr keine Ausreißer nach unten identifiziert werden. Positiv entwickelt hat sich aber der Verkauf von Nüssen/Nussmischungen, Studentenfutter sowie Tafelschokolade (100 Gramm). Auch Eis hat sich im recht lange andauernden warmen Spätsommer und Frühherbst gut behauptet.

Welche Bedeutung kommt dabei den Handelsmarken zu?

Handelsmarken haben eine seit Jahren steigende Bedeutung. Im vergangenen Jahr hat sich die Anzahl der geführten Produkte dabei nicht mehr wesentlich verändert. Jedoch hat der Umsatz mit Handelsmarken nochmals zugelegt. Die Bandbreiten sind dabei aber sehr groß: Im Discountbereich können durchaus über drei Viertel des Süßwarenumsatzes mit Eigenmarken erreicht werden, bei Supermärkten ist es eher ein Siebtel.

Wo sehen Sie im Handel noch Potenzial zur Optimierung – welche Stellschrauben sollten 2017 nachgezogen werden?

Es bleibt eine Herausforderung, zur richtigen Zeit den Geschmack und die Wünsche der Verbraucher zufrieden zustellen. Das Aktions­geschäft ist und bleibt im Süßwarenbereich der wesentliche Umsatzbringer. Stetige Innovationen sollten für Aufmerksamkeit sorgen und traditionelle Sortimente behutsam weiterentwickelt werden.

Auf welche Innovationen sind Sie auf der ISM/ProSweets persönlich besonders gespannt?

Die ISM bietet jedes Jahr den besten Überblick über neue Produkte und aktuelle Trends. Auch Produkte mit Zusatznutzen unter dem Begriff „functional Food“ können interessant werden. Selbstverständlich ist nicht allen Innovationen der Markterfolg garantiert, aber das macht die Messe ja auch so spannend. Es gilt, die aussichtsreichsten Produkte zu identifizieren. Daneben ist aber gerade auch die Kontaktpflege zwischen Hersteller und Abnehmer sowie der allgemeine Marktüberblick jedes Jahr einen Besuch wert.

Welchen Stellenwert hat das Messegespann für Ihren Verband? Wie bewerten Sie den neuen jährlichen Rhytmus der ProSweets?

Der Lebensmitteleinzelhandel spielt eine bedeutende Rolle im Absatz von Süßwaren. Schätzungsweise 80 Prozent der verkauften Produkte kommen über diesen Kanal zum Verbraucher. Auch für den Handel selbst ist das Süßwarensortiment ein wichtiger Umsatzbringer und trägt bis zu zehn Prozent zum Umsatz im Lebensmittelsektor bei. Insofern ist die ISM eine der wichtigsten Gelegenheiten, sich über Produkte zu informieren und Gespräche zu führen. Auch die ProSweets hat dabei ihren Platz in der Messelandschaft und ergänzt in bester Weise den Kalender der Süßwarenbranche. Herr Genth, vielen Dank für das Gespräch.

http://www.ism-cologne.de
http://www.prosweets.de

 


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