28. Februar 2020 
 
27. Januar 2019

ISM 2019: Lebensmittel verpackt – aber mit Köpfchen

Lebensmittel müssen frisch sein, wenn sie der Kunde aus dem Supermarktregal nimmt. Sensoren können den Frischezustand eines Produkts überwachen. Dr. Sabine Trupp, Leiterin des Leistungszentrums Sichere Vernetzte Systeme, erläutert im Gespräch mit DIE MESSE , was die Technik möglich macht.

Foto: Fraunhofer EMFT / Bernd MüllerFoto: Fraunhofer EMFT / Bernd Müller
Sensorfolie für die optische Frischekontrolle von fetthaltigen Lebensmitteln
Frau Dr. Trupp, die Fraunhofer-Institute EMFT, AISEC und ESK sind auf der ISM/ProSweets bei der Sonderschau Packaging dabei (Halle 10.1, Stand H50). Wie kommt dieser gemeinsame Messeauftritt zustande?
Wir arbeiten zusammen mit dem Fraunhofer AISEC und dem Fraunhofer ESK im „Leistungszentrum Sichere Vernetzte Systeme“ an innovativen Lösungen für die Kernbereiche Mobilität, Gesundheit und Industrie 4.0. Unsere Kompetenzen, die wir dort bündeln, bieten auch interessante neue Ansätze für Lebensmittelsicherheit. Ein Beispiel ist ein konstantes Frischemonitoring von Ware, wobei ich dabei den präventiven Aspekt besonders wichtig finde: Dank dem Echtzeitmonitoring könnte man frühzeitig auf Einflüsse reagieren, welche die Haltbarkeit des Lebensmittels verringern und damit der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken.
Wie überall, wo Daten erhoben und gesammelt werden, spielt aber auch die intelligente Datenauswertung und eine sichere Datenweitergabe über die gesamte Wertschöpfungskette hinweg eine wichtige Rolle.

Ihr Thema bei der Sonderschau Packaging lautet „Sicherheit in der Versorgungskette“. Worum geht es da?
Zum einen geht es um intelligente Lebensmittelverpackungen – durch integrierte Sensorik in der Verpackung lässt sich der aktuelle Frischezustand der Ware zu jedem Zeitpunkt schnell und unkompliziert feststellen. Nach der Erzeugung der Messdaten ist wichtig, wer auf diese konstant generierten Daten Zugriff erhält. Dabei geht es nicht nur um eine sichere Datenübertragung, sondern auch um maßgeschneiderte Datenweitergabe nach abgestuften Benutzerrollen: Der Hersteller der Ware könnte die Daten beispielsweise lückenlos während der gesamten Wertschöpfungskette einsehen, während der Transportdienstleister lediglich die für ihn relevanten Daten erhält – etwa eine Warnung, wenn die Kühlkette unterbrochen wird.

Sensorik in der Lebensmittelindustrie ist ja nichts gänzlich Neues. Was ist bei Ihren Neuentwicklungen anders und welche Anwendungsgebiete sehen Sie?
Neu ist, dass wir den aktuellen Zustand der Ware in Echtzeit monitoren können. Viele Lebensmittel setzen bestimmte Stoffe frei, wenn sie beginnen, zu verderben. Diese Stoffe können wir mithilfe von Gassensorik, die in der Verpackung integriert ist, schon sehr frühzeitig detektieren. Dies ermöglicht wiederum präventive Gegenmaßnahmen. Unsere Lösung kann damit die Produktsicherheit erhöhen und gleichzeitig der Lebensmittelverschwendung entgegenwirken.

Sie sind ja auf der ISM/ProSweets. Hat die Süßwarenbranche spezifische Anforderungen an die Sicherheit der Versorgungskette?
Genau das ist die zentrale Motivation für unseren Messeauftritt: mit der Süßwarenbranche in Kontakt zu kommen, um im Dialog die spezifischen Anforderungen und Herausforderungen zu verstehen und gemeinsam geeignete Lösungen entwickeln zu können.
Auf der Messe stellen Sie ein interaktives Exponat vor zur Realisierung einer ganzheitlichen und lückenlosen Warenkettenverfolgung. Wie funktioniert diese Technik und was leistet sie?
Durch eine Kombination aus Sensorik und Kommunikationstechnologien wird der aktuelle Zustand der Ware während der gesamten Transportkette nachvollziehbar. Unser Exponat visualisiert das sehr schön, daher freue ich mich darauf, Sie auch an unserem Stand zu begrüßen.

Ganz konkret, welchen praktischen Nutzen hat der Endkunde von einer lückenlosen Datenkette und was wäre hier zukünftig denkbar?
Der praktische Nutzen liegt eher auf der Herstellerseite. Diese hat den Anspruch, nur hochwertige und qualitativ einwandfreie Ware zum Kunden zu bringen. Wir unterstützen ihn dabei, die notwendigen Prozesse effizienter, nachhaltiger und transparenter zu gestalten.

Die ISM/ProSweets gilt als Leistungsschau der Branche. Auf welche Innovationen sind Sie persönlich besonders gespannt?
Nun, ich lasse mir die Gelegenheit sicher nicht entgehen, mir die neusten Schokobrunnen-Modelle auf dem Markt anzuschauen.

https://websites.fraunhofer.de/SVSMUC/
http://www.ism-cologne.de/

 

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