LogiMat 2019
••• 12••• Innovationen Verrückte Lösung für exiblen Materialuss Bremer Start-up siegt mit einzigartiger Intralogistiklösung bei Gründer-Wettbewerb E ine Intralogistik-Entwicklung aus einem Bremer For- schungslabor überzeugt das in- ternationale Fachpublikum beim Start-up-Contest des Deutschen Logistik-Kongresses in Berlin. Das Fördersystem kann mithilfe klei- ner einzeln angesteuerter und voneinander unabhängiger Mo- dule Objekte auf engstem Raum je nach Bedarf in beliebige Rich- tungen bewegen. Mit seinem neuartigen Förder- system hat das Existenzgründer- Team aus dem BIBA – Bremer In- stitut für Produktion und Logistik an der Universität Bremen beim Start-up-Contest des Deutschen Logistik-Kongresses der Bundes- vereinigung Logistik (BVL) in Ber- lin gesiegt. Sechs junge Unter- nehmen mit unterschiedlichen innovativen Lösungen für die Lo- gistik waren für den Pitch-Wett- bewerb ausgewählt worden, da- von zwei aus den USA. Nach den Kurz-Präsentationen (Pitches) traf das Publikum die Entscheidung und setzte das Bremer Start-up auf Platz 1. Idee eines Querdenkers Das Beispiel aus dem BIBA zeigt, wie Forschung erfolgreich in inno- vative Produkte umgesetzt wer- den kann: Was im Rahmen wissen- schaftlicher Entwicklungsarbeiten als vermeintlich verrückte Idee ei- nes Querdenkers und mit unzähli- gen Nachtschichten in den BIBA- Laboren begann, wurde zu einer der flexibelsten Materialfluss- lösungen der Welt. So sehen es nicht nur Erfinder Claudio Uriarte und seine Mitstreiter Dr.-Ing. Hen- drik Thamer, Ariandy Yoga Beng- golo sowie Ivan Kuznetsov. Sie bil- den gemeinsam das Start-up. Unterstützt wird die BIBA-Aus- gründung durch das EXIST-For- schungstransfer-Programm des Bundesministeriums für Wirt- schaft, Mittelstand und Energie. Neben dem BIBA sorgt auch die Bremer Patent- und Verwertungs- agentur InnoWi für eine kompe- tente, fachliche Begleitung der Wissenschaftler. Das System wur- de bereits erfolgreich in Produk- tion und Logistik getestet und das Start-up ist gegründet. Der Real- betrieb soll im Frühjahr beginnen. Fördertechnik auf kleinster Fläche Basis dieser als einzigartig gelten- den Entwicklung sind sechseckige kleine Fördermodule mit speziell angeordneten Rädern (omnidirek- tional), die jeweils einzeln gezielt angesteuert werden. Sie können mehrere Objekte je nach Bedarf gleichzeitig und unabhängig von- einander auf beliebigen Bahnen bewegen und positionieren. Die Fördermodule werden wie Bau- steine aneinandergefügt und er- möglichen somit beliebige Geo- metrien von Förderanlagen. So lassen sich auch die komplexesten Aufgaben der Fördertechnik auf kleinster Fläche realisieren. Damit ist diese Lösung ein intelligentes, hochflexibles modulares Förder- und Positioniersystem. Eine Software bestimmt die Funktionalität der Anlage. Soll- ten Markt- oder Kundenanforde- rungen Änderungen am Prozess erfordern, genügt ein einfaches Software-Update zur Anpassung der Funktionalität. Auf engstem Raum erledigt das System kom- plexe Materialflussaufgaben. Was das System zudem auszeichnet: Aufgrund seines einfachen Auf- baus ist es höchst flexibel an un- terschiedlichste Bedarfe anzupas- sen und bietet hier unendlich viele Möglichkeiten. Zudem ist es sehr leicht sowie kostengünstig durch die Anwender selbst zu warten. Start-up-Lounge beim Logistik-Kongress 2019 Erstmals Ende 2016 hatten die BIBA-Wissenschaftler mit ihrer Entwicklung vor großem inter- nationalen Publikum gepunktet und als Beste abgeschnitten. Was bedeutet den Existenzgrün- dern aus dem BIBA nun der Sieg bei diesem ebenfalls hochkarä- tigen Pitch-Wettbewerb? Dazu Gründer Thamer: „Wir freuen uns natürlich und sehen uns be- stätigt. Besonders wichtig ist es uns, dass hier wieder das Fach- publikum entschieden hat. Der 1. Platz ist mit einem der begehrten Stände in der Start-up-Passage des nächsten Deutschen Logistik- Kongresses dotiert. Die Chance, uns an so prominenter Stelle zu präsentieren, werden wir natür- lich wahrnehmen.“ Was ihn auch sehr freue, seien die vielen Rück- meldungen aus dem BIBA. Ohne die Unterstützung aus dem Insti- tut sei dieser Erfolg sicher nicht möglich gewesen. Das Fördersystem be- steht aus sechseckigen kleinen Fördermodulen mit speziell angeordne- ten Rädern, die einzeln angesteuert werden. Foto: BIBA Robot for warehouse Continued from page 1 Robotization of logistics is just starting to develop in Russia. Specialists of a start-up company, resident of the Center for Scientific and Technical Creativity of Youth at Peter the Great St. Petersburg Polytechnic University (SPbPU) developed a new robotic com- plex: the storage robot can reach 4-6 metres height. The robot is able to turn, so the goods can be stored on both left and right sides. Thus, it is possible to in- crease the number of stored goods while maintain- ing the original space. In addition, the speed of the automated platform is several times higher than the manual search. Young scientists also developed the software and the interface for this robotic complex. “We have created a single modular platform that can be used for both small robotic stores and large ware- houses,” explains CEO of the company Pavel Smol- nikov. Currently developers are working to integrate their solutions into the work of corporations in order to optimize their logistics processes and ultimately reduce financial costs. 4SELLERS GmbH www.4sellers.de Halle: 8 • Stand: A65 AZO GmbH + Co. KG www.azo.com Halle: 1 • Stand: B81 Helge Nyberg AB www.helge-nyberg.com Halle: 2 • Stand: A06 Megadyne SpA www.megadynegroup.com Halle: 1 • Stand: L67 MITSUBISHI Gabelstapler www.mitsubishi-gabelstapler.de Halle: 10 • Stand: D61 Packsize GmbH www.packsize.de Halle: 4 • Stand: B61 plastbox Handelskontor GmbH www.plastbox.de Halle: 6 • Stand: F41 RCM S.P.A www.rcm.it Halle: 10 • Stand: F71 romwell GmbH & Co. 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