Größte Plattform für Umwelttechnologien in den Bereichen Wasser, Recycling und Zirkularität IFAT 2026 München 4. bis 7. Mai 2026 www.exxpo.com/epaper/ifat-2026 Aus dem Inhalt: Innovationen Circular economy EU project „FlexCycle“ focuses on AI and flexible robotic | Page 6 Messewelten Wirtschaft und Politik VDA-Präsidentin Hildegard Müller zur Mobilität der Zukunft im Gespräch auf der Messe | Seite 4 ePaper Lesen Sie digital Anzeige Anzeige Circularity as the key Focus on strategies to reduce dependence on raw materials Circularity is becoming increasingly important in the face of geopolitical tensions, fragile supply chains, and rising raw material prices. The event program at IFAT Munich impressively demonstrates how recycling, digitalization and new collaboration can help use resources more efficiently and strengthen economic resilience. Rarely in its 60-year history has IFAT Munich been so closely linked to global economic and geopolitical developments as Read more on page 8 Fortsetzung auf Seite 3 Knapp 50 Jungunternehmen sind präsent Foto: Messe München GmbH Ob Mikroplastik in Echtzeit erkennen, Lithiumbatterien im Abfallstrom identifizieren oder organische Reststoffe in hochwertige Chemikalien umwandeln: Auf der IFAT wird deutlich, wie stark Startups die Innovationsdynamik der Umwelttechnologiebranche prägen. In der Startup Area in Halle C4 präsentieren 50 internationale Jungunternehmen ihre Lösungen für zentrale Herausforderungen in Wasser-, Recycling- und Kreislaufwirtschaft. Dabei zeigt sich: Künstliche Intelligenz, neue Sensortechnologien und biobasierte Verfahren entwickeln sich zunehmend zu Schlüsseltechnologien für eine funktionierende Circular Economy. Mikroplastik sichtbar machen – in Echtzeit Mit strengeren regulatorischen Vorgaben, etwa durch die Chemikalienverordnung REACH oder Von KI bis Biotech Rund 50 Start Ups präsentieren auf der IFAT Munich neue Lösungen Anzeige Branchennews Kreislaufwirtschaft Recycling und Demontage setzt auf Künstliche Intelligenz | Seite 10 LIVE AUF DER IFAT STAND B2.210 EFFIZIENZ IN DER WASSERAUFBEREITUNG We make water safe. AMI-II Turbisafe Zuverlässige Trübungsmessung für Ihre Trinkwasseraufbereitung Überwachen Sie die Trübung Ihrer Trinkwasseraufbereitung zuverlässig und in Echtzeit – vom Rohwasser bis zur Verteilung. Mit dem AMI-II Turbisafe setzen Sie auf ein kostengünstiges, wartungsarmes Online-Trübungsmessgerät, das sich exibel erweitern lässt. Erkennen Sie Verunreinigungen frühzeitig, optimieren Sie Ihre Prozesse und stellen Sie jederzeit eine gesetzeskonforme Wasserqualität sicher – für maximalen Schutz Ihrer Endverbraucher. Swan Analytical Instruments www.swan.ch Halle C.1 Stand 151 Besuchen Sie uns: 3B.241
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••• 3 ••• Messewelten die Kommunalabwasserrichtlinie (KARL), wächst der Druck, Mikroplastik zuverlässig zu erfassen und zu vermeiden. Genau hier setzt das 2024 gegründete Start Up ZAITRUS aus Bayreuth/Deutschland an: Ein sensorgestütztes Durchfluss-System identifiziert Kunststoffpartikel in Flüssigkeiten in Echtzeit – von Abwasser bis hin zu Getränken. Die Lösung identifiziert, kategorisiert, charakterisiert und quantifiziert die Stoffe frühzeitig – direkt an der Quelle. „Für kommunale Kläranlagen oder Lebensmittelhersteller bietet sich so ein effektiver Mechanismus zur Prävention und Qualitätssicherung, der vor Schäden schützen kann“, sagt ZAITRUSGeschäftsführer Till Zwede. Das Verfahren befindet sich in der Pilotphase. Auf der IFAT Munich möchte das Unternehmen neue Partner für weitere Pilotprojekte suchen. Ab dem Jahreswechsel 2026/27 soll es ein vollwertiges Monitoring as a Service geben. KI-gestützte Sensortechnologie findet Batterien und Gaskartuschen Versteckte Lithiumbatterien sorgen in Abfallsortier- und Recyclinganlagen weltweit täglich für Brände – und das mit steigender Tendenz. Um diese und andere gefährliche Objekte wie Lachgas-Kartuschen im Abfallstrom sicher zu erkennen und auszuschleusen, entwickelte das norwegische Startup Litech AS eine KI-gestützte Sensortechnologie. Das kompakte und nachrüstbare System basiert auf der Magnetischen Induktionsspektroskopie (MIS). Es nutzt elektromagnetische Felder mit mehreren Frequenzen, um metallische Objekte anhand ihrer einzigartigen Signalsignaturen zu identifizieren. In Kombination mit künstlicher Intelligenz (KI) kann das Verfahren Lithiumbatterien und Druckgasbehälter von ungefährlichen Metallobjekten auf einem laufenden Förderband unterscheiden. Das funktioniert auch, wenn sich die Störstoffe in Plastiktüten befinden oder von anderen Abfällen verdeckt werden. „Wir haben die reine Pilotphase bereits hinter uns gelassen“, berichtet Synne Sauar, Geschäftsführerin des im Jahr 2021 in Oslo gegründeten Unternehmens. So ist nach ihren Angaben zum Beispiel ein Sensor der ersten Generation schon seit 2024 in einer kommunalen Abfallanlage der norwegischen Hauptstadt erfolgreich im Einsatz. Hauptsächliche Zielgruppen sind die Betreiber von Sortier- und Recyclinganlagen, kommunale Entsorgungsunternehmen sowie OEMs und Systemintegratoren im Bereich Sortier- und Recyclingtechnik. Zu den aktuellen Schwerpunktmärkten gehören die nordeuropäischen Länder, die DACH-Region und Frankreich. Intelligenter Greifer optimiert E-Schrott-Recycling KI ist auch eine der beiden Kerntechnologien, die beim schwedischen Startup Enodo Robotics eingesetzt werden. Die andere ist ein zum Patent angemeldetes robotisches Greifsystem, das unterschiedlich geformte und strukturierte Objekte hoch flexibel erfassen kann. Zusammen bilden sie ein System, das in der Lage ist, die bisher meist manuelle Sortierung von Elektronikschrott und Nichteisenmetallen abzulösen. Bioabfälle in Plattformchemikalie umwandeln EveryCarbon, ein Biotech-Startup mit Sitz in Tübingen/Deutschland, nutzt organische Abfälle – zum Beispiel aus Haushalten, der Landwirtschaft oder der Lebensmittelindustrie – um zusammen mit Abwasser und genmodifizierten Bakterien 2,3-Butandiol – einen Ausgangsstoff für Hochleistungspolymere – herzustellen. „Unsere Vision ist eine Zero-Waste-Produktion, bei der Abfallstoffe zum Ausgangspunkt neuer Materialien werden“, erläutert Dr. Sebastian Beblawy, Geschäftsführer des 2024 aus der Technischen Universität Hamburg ausgegründeten Unternehmens. Aktuell betreibt EveryCarbon eine erste kleine Pilotanlage auf dem Gelände einer Kläranlage in der Nähe von Stuttgart. Dort fährt das Gründerteam seinen kontinuierlichen Fermentationsprozess unter realen Bedingungen hoch und validiert sein erstes Produkt, einen Hartschaum für strukturell und thermisch anspruchsvolle Bauanwendungen. „Die IFAT Munich ist für uns eine strategisch wichtige Plattform, weil sie genau den Schnittpunkt abbildet, an dem wir arbeiten: organischer Abfall-Kohlenstoff aus Haushalten, Industrie und Abwasser trifft auf industrielle Materialwirtschaft“, betont Beblawy und fährt fort: „Unsere Zielgruppen sind zum einen Bioenergiebetriebe, kommunale Ver- und Entsorgungsbetriebe sowie Kläranlagen, die organischen Kohlenstoff bislang unzureichend verwerten und nach neuen Wertschöpfungswegen streben. Zum anderen wollen wir mit Materialherstellern in Kontakt treten, die nach leistungsstarken Alternativen zu petrochemischen Materialsystemen suchen. Und schließlich freuen wir uns auf einen Austausch mit Technologieunternehmen, die Lösungen im Bereich Material- und Prozesstechnik anbieten.“ Startup Area als Innovationsmotor der Branche Die Beispiele zeigen: Innovation in der Umwelttechnologie entsteht zunehmend an den Schnittstellen von Digitalisierung, Biotechnologie und Kreislaufwirtschaft. Die IFAT Munich bringt diese Entwicklungen zusammen – und vernetzt Startups gezielt mit kommunalen Betrieben, Industrie und Technologieanbietern. Weitere Details zur Startup Area, den anderen Sonderausstellungsbereichen sowie den Themenbühnen der IFAT Munich finden sich unter www.ifat.de. Von KI bis Biotech Rund 50 Start Ups präsentieren auf der IFAT Munich neue Lösungen Knapp 50 Jungunternehmen präsentieren sich auf der Start Up Area der IFAT Munich Foto: Messe München GmbH Fortsetzung von Seite 1 Das All-in-one Paket von Swan für die sichere und ganzheitliche Fällung von Orthophosphaten aus Abwässern. We make water safe. www.swan.ch Proben ltrationsschrank INTERACTIVE DEMO Täglich um 14.00 Uhr Halle C.1 · Stand 151 2 1 3 5 6 4 7 8 Kontinuierlicher Filtrat uss von >10 Liter pro Stunde 2 Voll integrierte Strom- und Signalbox (IP 66) 1 Klimatisierter Schrank 3 Drei Wochen wartungsfreier Betrieb garantiert 5 IP 54 konformer Schrank 6 Eintaucharmatur mit beheizbaren Schläuchen 4 Einfacher, werkzeugfreier Austausch der Filter in kürzester Zeit 7 Verunreinigte Filter können chemisch gereinigt und wiederverwendet werden 8
••• 4 ••• Messewelten Wirtschaft und Politik auf der Messe VDA-Präsidentin Hildegard Müller zur Mobilität der Zukunft Ein besonderes Augenmerk liegt dieses Jahr auf dem engen Austausch zwischen Politik und Wirtschaft. Unter anderem diskutiert Hildegard Müller, Präsidentin des Verbands der Automobilindustrie (VDA) auf einem Panel mit weiteren Branchenvertretern, wie Design, Recycling und Automobilindustrie zusammenspielen müssen, um Ressourcensicherheit und Klimaschutz zu verbinden. Die Diskussionsrunde des Bundesverbandes der Deutschen Entsorgungs-, Wasser- und Kreislaufwirtschaft e.V. (BDE) findet statt am Montag, 4. Mai, um 13.30 Uhr auf der Orange Stage (Halle A5). Neben Landtags- und Bundestagsabgeordneten sowie Vertretern des Europäischen Parlaments finden auch zahlreiche Staatsminister den Weg zur IFAT Munich. Hubert Aiwanger, Bayerischer Staatsminister für Wirtschaft, Landesentwicklung und Energie, eröffnet die Spotlight Area „Wasserstoff in der Kreislaufwirtschaft“ am Montag, 4. Mai, um 13.30 Uhr auf der Hydrogen Stage (Halle A4). Ebenfalls am Eröffnungstag reisen die beiden Staatsminister aus Nordrhein-Westfalen, Mona Neubaur (Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie) sowie Oliver Krischer (Minister für Umwelt, Naturschutz und Verkehr) nach München, um sich mit Experten über Zirkularität auszutauschen. Ein zentrales Highlight ist das Europäische Spitzengespräch der Kreislaufwirtschaft, bei dem hochrangige Vertreter aus Politik, Wirtschaft und Institutionen über die Weiterentwicklung der Circular Economy in Europa diskutieren. Die Veranstaltung findet am Mittwoch, 6. Mai, um 9.30 Uhr auf der Orange Stage (Halle A5) statt. Mit dabei ist unter anderem Eric Mamer, Generaldirektor der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission. Er diskutiert mit Glenn Schmidt, Vice President Global Sustainability der BMW Group, Ulla Hüppe, Global Vice President and Global Sustainability Lead der Henkel AG & Co. KGaA sowie Felicitas Riedl, Director of the Innovation and Competitiveness Department at the Projects Directorate, European Investment Bank (EIB). Das Spitzengespräch unterstreicht die Rolle der IFAT Munich als Plattform für den Dialog zwischen europäischer Politik, Industrie und Praxis – und zeigt, wie eng regulatorische Rahmenbedingungen und technologische Lösungen inzwischen verzahnt sind. Das europäische Spitzengespräch der Kreislaufwirtschaft findet am 06.05.2026 um 09:30 Uhr auf der Orange Stage statt Foto: Messe München GmbH Versorgungswirtschaft im Wandel Als Partner der Messe München bietet der DVGW Deutscher Verein des Gas- und Wasserfaches internationalen Fachbesuchern eine zentrale Plattform für Austausch, Wissenstransfer und Vernetzung. Im Fokus des DVGW-Auftritts stehen Strategien und Technologien für die klimaresiliente Wasserwirtschaft sowie den Hochlauf der Wasserstoffwirtschaft – Handlungsfelder, die angesichts des voranschreitenden Klimawandels und steigender Anforderungen an Versorgungssicherheit und Nachhaltigkeit enorm an Bedeutung gewinnen. Innovative Produkte und technische Lösungen, die den effizienten Einsatz von Ressourcen fördern und den Schutz der Wasserressourcen bis zur Anwendung gewährleisten, sind dafür unverzichtbar. Sie stärken zugleich die Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Umwelttechnik und reduzieren Abhängigkeiten von internationalen Lieferketten. Der DVGW unterstützt diese Entwicklungen durch die Erarbeitung von Standards und wissenschaftlich fundierten Handlungsempfehlungen. Sie helfen Versorgungsunternehmen, neue Technologien sicher, wirtschaftlich und praxistauglich einzusetzen „Entscheidend ist, die Anforderungen der betrieblichen Praxis sichtbar zu machen und sie in die strategischen Debatten der Politik einzubringen. Nur wenn technologische Innovationen einen klaren Ordnungsrahmen haben, kann die Transformation der Versorgungswirtschaft gelingen“, betont Dr. Wolf Merkel, Vorstand Wasser des DVGW. Der DVGW ist seit 2018 ideeller Träger der IFAT; sein Messestand EW 02 befindet sich am Eingang West. Gemeinsam mit seinen Partnern bietet der DVGW dort ein umfangreiches Informations- und Beratungsangebot für Fachbesucher. Messehighlight KI-Box für Kameras • Erweitert analoge Kameras um Personenerkennung • Kein Austausch vorhandener Kameras • Anschluss mit bestehender Verkabelung brigade-electronics.com/de +49 (0)4321 9655610
••• 5 ••• Hallenplan + Legende RWI-Studie Stahlrecycling spart Deutschland jährlich Milliarden und sichert Arbeitsplätze Stahlrecycling ist ein unterschätzter Wirtschaftsfaktor mit erheblicher volkswirtschaftlicher Bedeutung für Deutschland. Das geht aus einer aktuellen Studie des RWI – LeibnizInstituts für Wirtschaftsforschung hervor, die im Auftrag der Bundesvereinigung Deutscher Stahlrecycling- und Entsorgungsunternehmen (BDSV) erstellt wurde. Demnach spart der Einsatz von aufbereitetem Stahlschrott in der heimischen Stahlproduktion rund 6,2 Milliarden Euro pro Jahr an Rohstoff- und Umweltkosten. Auf europäischer Ebene summiert sich der Nutzen auf etwa 28 Milliarden Euro jährlich. Die wirtschaftliche Relevanz der Branche zeigt sich auch in direkten Beschäftigungseffekten: 2024 erwirtschaftete die Stahlrecyclingbranche in Deutschland einen Umsatz von rund 5,7 Milliarden Euro und beschäftigte etwa 14.700 Menschen unmittelbar. Unter Einbeziehung indirekter Effekte sichert der Sektor insgesamt rund 36.700 Arbeitsplätze und trägt mit etwa 4,6 Milliarden Euro zur gesamtwirtschaftlichen Wertschöpfung bei. „Die Studie macht klar: „Stahlrecycling ist unverzichtbar. Die Vorstellung, dass die Recyclingwirtschaft ihre Arbeit einfach nicht macht, ist undenkbar – dann läge der Abfall wie im Mittelalter auf der Straße“, so BDSV Geschäftsführer Guido Lipinski. Trotz der positiven Bilanz identifiziert die Studie erhebliche Hindernisse für die weitere Entwicklung der Branche. Als zentrale Herausforderungen nennen die Autoren langwierige Genehmigungsverfahren, hohe Energiekosten sowie Schwierigkeiten bei der Qualitätssicherung. Besonders kritisch bewerten sie mögliche Exportrestriktionen für Stahlschrott: Exportverbote würden nach Einschätzung der Forscher wohlfahrtsmindernde Effekte nach sich ziehen, ohne die strukturellen Ursachen zu beheben. Stattdessen seien funktionsfähige Marktanreize für Qualität und Aufbereitung entscheidend. Branchennews P+R Parkhaus P+R P R i e m e r S t r a ß e Am Messesee Am Messesee A94 Autobahnring Ost A99/Passau München Gütergleisanschluss Anschlussstelle MünchenRiem An der Point Am Hüllgraben Olof-Palme-Straße Willy-Brandt-Allee Am Messefreigelände Atrium Atrium ICM Messehaus Spedition/Zoll Servicebetriebe Nord Wertstoffsortierhalle Tower Am Messeturm Freigelände Süd Outdoor Exhibition Area South C1 C2 C3 F3 LIVEDEMO LIVEDEMO C4 B0 B1 B2 B3 B4 B5 B6 A1 A2 A3 A4 A5 A6 Ost Nord West Nordost • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • • •• • • • • • • • • • C5 C6 P Nord U2 Messestadt Ost U2 Messestadt West Willy-Brandt-Platz ExpressWay Pa u l - He nr i - Sp a ak - St r a ß e Stahlrecycling ist von besonderer Bedeutung für die Branche Foto: Pixabay Mess-, Steuer- und Regelungstechnik / Analyse- und Labortechnik | cess measuring and control technology / Analysis and laboratory techniques Armaturen | Valves Bau und Instandhaltung von Wasser- und Abwassernetzen, Freigelände: F3 | Construction and maintenance of water supply and sewerage systems, Open-air area: F3 Pumpen | Pumps Leitungen, Rohre und Kanäle | Ducts, pipes and sewers Anlagenbau zur Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung / Wasser- und Brunnenbau | Construction of water and wastewater treatment plants / Hydraulic engineering and well construction Fahrzeuge und Aufbauten / Straßenreinigung, Straßenbetriebs- und -winterdienst | Vehicles and superstructures / Street cleaning, maintenance and winter road services Abfallbehandlung und Recycling / Rückgewinnung, Aufbereitung und Verwertung von Sekundärrohstoffen / Schadstoffmanagement | Refuse treatment and recycling / Recycling, conditioning and utilization of secondary raw materials / Management of hazardous substances Energiegewinnung aus Sekundärrohstoffen und Abfällen / Abgas- und Abluftreinigung, Luftreinhaltung | Generating energy from secondary raw and waste materials / Flue-gas scrubbing and air extraction, airpollution control Abfallsammlung und -beförderung | Refuse collection and transport Dienstleistungen – Abfallverwertung und -entsorgung / Beratungs- und Ingenieurleistungen / Informationstechnik | WastE recycling and disposal services / Consulting and engineeringservices / Information technology Freigelände Outdoor Exhibition Area Exponatsfläche Hof Outdoor Exhibition Area IFAT Munich Camper Base IFAT Munich Camper Base Produktbereiche der IFAT 2026 | Main offerings of IFAT 2026
••• 6 ••• Innovationen Circular economy EU project “FlexCycle” focuses on AI and flexible robotics The automated recycling of flexible materials such as textiles, cables and fuel cell membranes from batteries poses major challenges for modern waste management. The new European research project “FlexCycle” focus-es on the development of innovative robotics and AI solutions. With a budget of €7.5 million and 12 partners from six countries, the project aims to make recycling processes for flexible materials suitable for industrial use. Over the next four years, autonomous systems will be developed that are capable of dismantling complex structures such as clothing, electrical cables and batteries and recovering valuable components. While the automated handling of rigid objects is already well advanced in industry, flexible and deformable materials are difficult to process with conventional robots due to their flexible structure. FlexCycle (Flexible Robotics Techniques for Soft Materials Recycling) is therefore developing autonomous systems that are capable of identifying, handling and dismantling flexible structures. The robotic tools and AI systems developed solve the following specific challenges for three areas of application: 1. Fuel cells: The sensitive membranes in fuel cells are flexible and contain substances that are harmful to health, which means that manual handling poses an increased health risk. The robots enable these membranes to be extracted safely. Here, there is a particular focus on the recovery of catalyst materials containing precious metals and the safe recycling of materials containing PFAS. 2. Textiles: The flexible and unpredictable structure of garments makes automated processing difficult. AI systems are trained to recognise specific features such as seams in order to precisely remove accessories such as buttons and zips, thereby recovering the fabrics for reuse. 3. Cables: Cables often appear as tangled bundles in waste disposal, which makes targeted sorting and processing extremely difficult. Robots must learn to navigate through the tangle of wires, isolate a target cable and then automatically remove the insulation layers in order to efficiently recover valuable metals such as copper. Within the consortium, the Fraunhofer Research Institution for Materials Recycling and Resource Strategies IWKS and the Fraunhofer Institute for Structural Durability and System Reliability LBF play decisive roles in the recycling of technical membranes: FlexCycle’s technological approach is based on a combination of flexible robotic tools (end effectors) and AI-based modelling. Adaptive hardware and software components are designed to enable the methods developed to be quickly transferred to various industrial sectors. Over the course of the four-year project, demonstrators will be developed for all three use cases to prove the practicality of the solutions. Symbolic illustration of the FlexCycle project Foto: FlexCycle Anzeige Separation Technology in Perfektion: Bellmer definiert die Standards der kommunalen und industriellen Schlammbehandlung neu Auf der diesjährigen IFAT in München steht ein Thema mehr denn je im Fokus: Die effiziente Kreislaufwirtschaft. In einer Zeit, in der Ressourcenknappheit und steigende Energiekosten die industrielle Agenda bestimmen, wird die Wahl der richtigen Prozesstechnik zur entscheidenden Stellschraube für wirtschaftlichen und ökologischen Erfolg. Die Bellmer GmbH präsentiert sich hierbei erneut als wegweisender Partner für Separationstechnologie – „Made in Germany“. Das Herzstück effizienter Prozesse Wer die Stände auf der IFAT besucht, sucht nach Antworten auf komplexe Fragen: Wie lässt sich der Trockengehalt maximieren, während der Energieverbrauch sinkt? Wie robust müssen Maschinen sein, um in anspruchsvollen Umgebungen – von der kommunalen Klärschlammentwässerung bis hin zu komplexen industriellen Produktionsprozessen – dauerhaft zu bestehen? Die Antwort liegt in der technologischen Tiefe. Das Portfolio der Bellmer Separation Technology verdeutlicht das gesamte Spektrum des Unternehmens: Von der bewährten WinkelPresse zur Schlammbehandlung bis hin zu hochspezialisierten AKUPRESS Schneckenpressen. Jedes dieser Aggregate ist das Ergebnis jahrzehntelanger Ingenieurskunst. Bellmer liefert hier nicht einfach nur eine Maschine; das Unternehmen liefert eine Prozesslösung, die exakt auf die individuellen Anforderungen des Kunden zugeschnitten ist. Effizienz ist kein Zufall, sondern Know-how Der Schlüssel zum Erfolg liegt im Detail. Bei der Entwicklung der aktuellen Maschinengenerationen stand für Bellmer ein Ziel ganz oben: maximale Performance bei minimalem Ressourcenaufwand. Durch innovative Designansätze konnten die Durchsatzleistungen signifikant gesteigert und gleichzeitig der spezifische Energie- und Polymerbedarf gesenkt werden. Das Ergebnis ist ein entscheidender Wettbewerbsvorteil für Betreiber: Geringere Betriebskosten und eine verbesserte CO2-Bilanz. Doch es geht nicht nur um die nackten Zahlen. Die Langlebigkeit der Anlagen, die durch den Einsatz hochwertiger Materialien und eine durchdachte Konstruktion erreicht wird, sorgt für Investitionssicherheit. In einer globalisierten Wirtschaft ist das „Bellmer-Versprechen“ – absolute Zuverlässigkeit und Prozesssicherheit – ein entscheidender Faktor, der Kunden weltweit überzeugt. Mehr als Technik: Ein starker Partner an Ihrer Seite Bellmer versteht sich nicht als reiner Maschinenbauer, sondern als strategischer Partner. Dies beginnt bei der individuellen Beratung im Vorfeld, setzt sich über die passgenaue Auslegung der Anlage fort und endet noch lange nicht bei der Inbetriebnahme. Mit weltweiten Standorten garantiert Bellmer Service, der dort ist, wo der Kunde ihn braucht. Ob Pilotversuche zur Prozessoptimierung oder die langfristige Wartung der Anlagen: Das Expertenteam begleitet Betreiber über den gesamten Lebenszyklus der Maschine hinweg. Erleben Sie Innovation live auf der IFAT Besuchen Sie uns in Halle A2 am Stand 251. Entdecken Sie, wie Bellmer Ihre Entwässerungsprozesse auf das nächste Level hebt – effizient, präzise und zukunftssicher. Wir freuen uns darauf, gemeinsam mit Ihnen neue Maßstäbe in der Separation Technology zu setzen. „Bellmer Separation Technology: Hochleistungsfähige Lösungen für die Schlammbehandlung.“
EFFIZIENZ IN DER WASSERAUFBEREITUNG www.simatec.org RESSOURCEN SCHONEN. PROZESSE SICHERN. Wasser wird zur kritischen Größe – unsere maßgeschneiderten stationären und mobilen Aufbereitungslösungen sichern effiziente und stabile Prozesse. Gemeinsam entwickeln wir standortspezifische Konzepte und unterstützen unsere Kunden beim erforderlichen Engineering sowie bei behördlichen Fragestellungen. Unsere modularen Anlagen sind darauf ausgelegt, Prozesswasser effizient zurückzugewinnen und einen ressourcenschonenden Betrieb sicherzustellen – unabhängig davon, ob es sich um Sand- und Kiesschlämme (GRAVELWASH), Zementsuspensionen (CEMWASH) oder Bohrschlämme (DRILLWASH) handelt. Dies ermöglicht einen zuverlässigen Betrieb selbst bei eingeschränktem Platz oder mobilen Anwendungen. SIMATEC – WASSERAUFBEREITUNGSANLAGEN zur Behandlung von Sand-, Kies- und Bodenaushubschlämmen BESUCHEN SIE UNS! 4. – 7. MAI 2026 STAND B2.210
••• 8 ••• Messewelten Circularity as the key Focus on strategies to reduce dependence on raw materials it is today. Against the backdrop of global supply chain crises, the trade fair’s key topics are increasingly becoming the focus of politics and industry. That’s because a consistently implemented circular system is seen more and more as a decisive factor to reduce dependency on raw materials and at the same time ensure the competitiveness of the German and European economy. This approach is also gaining political momentum. In December 2025, the European Commission presented the RESourceEU action plan. In addition to funding programs for more efficient use of resources, it also plans export restrictions for certain waste streams, such as aluminum scrap or waste from permanent magnets, in order to strengthen recycling capacities within Europe. The introduction of new labeling requirements and additional recycling incentives for batteries is also planned. IFAT event program: focus on securing raw materials “Around six weeks before the start of the trade fair, it’s clear that our exhibitors are bringing valuable impetus and innovations for greater raw material security to Munich,” says Exhibition Director Philipp Eisenmann. Examples include new processes for recycling lithium-ion batteries, innovative approaches in car recycling, and digital technologies for more accurate sorting of recyclable materials. This topic also plays a key role in the event program. On the Orange Stage in Hall A5, several panel discussions will focus on the opportunities and strategies of a sustainable circular economy. Among the organizers of these discussions are the Federal Association of the German Waste, Water and Circular Economy Management Industry (BDE), Germany Trade & Invest (GTAI), the German Federal Environmental Foundation (DBU), and the German Federal Ministry for the Environment. Automotive industry: closing material cycles even more comprehensively One sector with particularly high resource requirements is the automotive sector. The European Union has therefore set the goal of recovering significantly more materials, recycling them to a high quality, and keeping them in circulation within the EU, where possible. At the same time, the aim is to reduce dependence on imports and strengthen resilience to supply chain disruptions. These objectives are also reflected in the new European End-of-Life Vehicles Regulation (ELV-R), which is currently in the final legislative procedure. It sets stricter recycling quotas, calls for higher use of recycled plastics, and introduces a digital vehicle passport to facilitate dismantling and recycling. With the ramp-up of electromobility, lithium-ion battery recycling is also becoming more significant. Energy storage systems contain strategically important raw materials such as nickel, cobalt, lithium and graphite. High recovery rates are already technically possible, but the economic attractiveness of the processes depends heavily on the respective market prices. At the same time, new industrial recycling capacities are currently emerging in Europe. Against this backdrop, several events on the Orange Stage will address the topic. Experts from the automotive and recycling industries will discuss topics such as urban mining, closed material cycles, and new partnerships along the value chain. Other program items deal with extended manufacturer responsibility, such as the recycling of used tires, and industrial processes for recovering critical raw materials from lithium-ion batteries. The organizers include the BDE, the Resource Efficiency Center Bavaria (REZ), the Federal Association for Secondary Raw Materials and Disposal (bvse) and the Construction Machinery and Building Material Plants Association (VDMA). In addition to discussions and expert lectures, IFAT Munich also offers practical insights. In a live demonstration entitled “Steel and metal recycling under the banner of Green Steel (BDSV)”, the Federal Association of German Steel Recycling and Disposal Companies (BDSV) will be showcasing modern mechanical dismantling processes in the outdoor area. AI, robotics and digitalization as innovation drivers Artificial intelligence, robotics, and digital technologies are currently among the most important innovation drivers in circular and waste management. The industry expects of them better sorting results, more efficient operating processes, greater occupational safety, and lower emissions along the entire value chain. At IFAT Munich, the VDMA will also be presenting an initiative to standardize the data exchange of sensor-controlled sorting systems in order to enable smarter and more efficient recycling processes. At another event, the VDMA will discuss the role that digital product passports can play in the future for higher-quality recycling. Opportunities and limits of new technologies On the last day of the trade fair (May 7), the International Solid Waste Association (ISWA) will take a critical look at the use of AI and robotics in waste management. In addition to innovative technologies – such as collaborative robots for dismantling complex electronics, AI-supported material recovery, or digital material flow tracking – challenges and possible side effects will also be discussed. After all, AI systems rely on highquality, standardized data, and a stable digital infrastructure. However, waste streams are often heterogeneous and heavily contaminated. Models that work well under laboratory conditions therefore often reach their limits in practice. At the same time, many systems entail high investment costs – an obstacle for smaller recycling plants in particular, as well as for companies in low- and middle-income countries. However, this is precisely where the greatest increase in the amounts of waste is expected in the coming decades. ISWA therefore believes that a key challenge is to combine digital innovations with practicable and sustainable system solutions. The Orange Stage will once again offer a diverse programme of events Foto: Messe München GmbH Bellmer GmbH www.bellmer.com Halle: A2 • Stand: 251 Biogas Additive GmbH www.biogas-additive.de Halle: A4 • Stand: 403 BIRCO GmbH www.birco.de Halle: B3 • Stand: 241 BLUELIGHT GmbH www.bluelight-gmbh.de Freigelände: F3 • Stand: 317/3 Blues Bay Logistik Umwelt und Entsorgungs Systeme GmbH www.bluesanlagen.de Halle: A4 • Stand: 151 Brigade Electronics (EU) B.V. www.brigadeelectronics.com Halle: C6 • Stand: 255 Simatec Maschinenbau AG www.simatec.org Halle: B2 • Stand: 210 SWAN Analytische Instrumente AG www.swan.ch Halle: C1 • Stand: 151 Nichtaussteller: Wildfellner GmbH www.wildfellner.at Messetelegramm Anzeige Die Zukunft der Umwelttechnologien Mit der zentral gelegenen Startup Area in Halle C4 erleben Besucher die Innovationskraft der nächsten Generation im Bereich der Nachhaltigkeitstechnologien. Rund 50 internationale Startups präsentieren hier Lösungen, die den effizienten Umgang mit Wasser, die Optimierung von Recyclingprozessen oder den Ausbau zirkulärer Wertschöpfung aktiv vorantreiben. Ob neue Ansätze für Ressourcenschonung oder Technologien für eine nachhaltigere Zukunft – ein Besuch dieser Fläche lohnt sich für alle, die wissen wollen, wohin sich die Umwelttechnik von morgen entwickelt. Continued from Page 1
Die Schraube des Archimedes ... ... ist einer der Ewigkeitswerte der Fördertechnik. „Wir haben dieses Prinzip verbessert. Da keine Achse vorhanden ist, steigt die Förderleistung um fast 2/3, ... und wir fördern auch um die Kurven.“ erklärt Herta Wildfellner. Neuheiten in der achsenlosen Spiralfördertechnik gibt es ständig mit jeder Förderanlage: Anderes Fördergut,- andere Materialzusammensetzung,- anderes Schüttgewicht,- andere Aufstellung und Montage, entweder in biegsamer oder starrer Ausführung undimmer den örtlichen Gegebenheiten angepasst. Deshalb entwickelten wir uns seit Jahrzehnten vom Pionier, über den Visionär zum Teamplayer in der achsenlosen Spiralfördertechnik. Qualität, Innovation und Know- How mit viel Engagement und Erfindergeist prägen seit 45 Jahren unseren Familienbetrieb Wenn Ihre bestehenden Fördersysteme zu wartungsintensiv sind, oder Sie haben genug von Verstopfungen in Förderrohren oder Verschmutzung der Transportumgebung? Wir haben die Lösung für Sie! Mit den achsenlosen Spiralen fördern wir • über 5.000 unterschiedliche Schüttgüter von 0,03 bis 400mm Länge mit • Förderleistungen erreichen wir bis zu 600 m3/ Stunde (je nach Schüttgewicht) und • Förderhöhen von bis zu 28 m senkrecht, oder waagrecht, schräg oder in Kurven und über Steigungen Unsere Zielbranchen sind: Kunststoff -Abfall – Recycling – Energie – Holz- Glas-, Papierabfälle, Pellets, Frässpänen, Tiereinstreu, Schrott, Schlamm oder auch in der Lebensmittel-, Futtermittel-, Tabak-, Pharma-, und Chemieindustrie, Wein- und Obstindustrie und es kommen ständig neue Aufgabenbereiche dazu. Vorteile der Förderanlage: • Weniger Wartung durch Wegfall des Innenkerns, keine Zwischenlager, Umlenkrollen, Ketten usw. • geringer Energieverbrauch, geräuscharm, nahezu staubfrei und materialschonend. • nachhaltige Rückführung von Resten, Staub, Mehl etc… in den Produktionsablauf mit der biegsamen Spirale • Zum Transport und Beladen von/zu LKWs, Silo Behältern, Vorratsbehältern, als Dosieranlagen etc. • Für die Zuförderung für Holzvergaseranlagen • Erhöhte Effizienz für Sie durch Automatisierung der Produktionsprozesse. Manuelle Arbeit wird reduziert und dadurch Fehler minimiert. • Entwicklung – Planung – Produktion – Montage und Service aus einer Hand mit individuellen, maßgeschneiderten Lösungen mit geringstem Investitionsaufwand in dauerhafter Qualität • Rasche Verfügbarkeit durch unser enormes Spirallager vor Ort Besuchen Sie unsere Homepage www.wildfellner.at und überzeugen Sie sich von unserer Universal-Spiralfördertechnik. Wildfellner Gesellschaft m.b.H. Optimale Fördertechnik Niederlaaberstr. 3 A-4611 Buchkirchen bei Wels Tel: +43(0)7242/28110-0 e-mail: office@wildfellner.at Anzeige
••• 10 ••• Branchennews Projekt PAnDA Digitale Kreislaufwirtschaft für nachhaltige Produkte Um Recycling und Demontage von Produkten effizienter zu machen, setzt „PAnDA“ auf digitale Produktpässe und Künstliche Intelligenz (KI). Hierfür werden an mehreren Standorten in Deutschland neue Lösungen für nachhaltige Produktentwicklung und Ressourcenschonung geschaffen. Das Fraunhofer IPA leitet das Projekt und bringt umfangreiche Expertise zur roboterbasierten und KIgestützten Demontage ein. Die Elektrifizierung des Mobilitätssektors, der Anstieg batteriehaltiger Geräte sowie die Energiewende führen zu einem wachsenden Bedarf an (seltenen) Rohstoffen. Da die natürlichen Ressourcen begrenzt sind, wird die Kreislaufwirtschaft insbesondere in rohstoffarmen Ländern zur zentralen Strategie, um diese Bedarfe zu decken. Das Projekt PAnDA (Digitaler Produktpass für nachhaltige kreislauffokussierte Produktentwicklung, Demontage und Sortierung durch Automatisierung) setzt genau hier an und entwickelt Lösungen mit dem Ziel, Stoffkreisläufe zu schließen. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie fördert hierfür sieben Projektpartner über drei Jahre. Rohstoffe und Komponenten einfacher wiederverwerten Ein wesentliches Hindernis für die Kreislaufwirtschaft sind aktuell lineare, also nicht auf die Kreislaufwirtschaft ausgerichtete Produktdesigns und fehlende technologische Prozesse, etwa für Sortierung und Demontage. PAnDA begegnet dieser Herausforderung auf mehreren Ebenen: In den Bereichen Automotive, Konsumprodukte und Elektrogeräte werden Produktanalysen durchgeführt, um eine hersteller- und branchenübergreifende Methodik für nachhaltige Produktentwicklung und Automatisierungslösungen zu erarbeiten. Kernstück des Projekts wird ein neuer Digitaler Produktpass (DPP) auf Basis etablierter EU-weiter Standards. Dieser Pass stellt beispielsweise via QR-Code oder RFID-Chip relevante Informationen bereit wie: In welcher Reihenfolge muss ein Produkt demontiert werden? Wie gut eignet es sich mit seinem Material oder seinen Verbindungselementen überhaupt für die Demontage (Demontagescore)? Ergänzend kommen Methoden des Maschinellen Lernens zum Einsatz, um fehlende Informationen zu ergänzen und eine automatisierte Sortierung und Demontage zu ermöglichen. Ein weiteres Entwicklungsziel ist die frühzeitige Bewertung der Demontagefähigkeit neuer Produkte mittels eines Softwarebaukastens für Konstrukteurinnen und Konstrukteure. Mehrere Demonstratoren für automatisierte kreislauforientierte Wertschöpfungskette Um diese Technologien zu entwickeln und praktisch zu erproben, werden deutschlandweit dezentrale Demonstratoren aufgebaut und vernetzt. So entsteht eine virtuelle und digitalisierte Kreislauffabrik, in der reale und softwarebasierte Demonstratoren zusammenwirken. In Augsburg wird beim Projektpartner Kuka ein Demonstrator zum KI-gestützten Sortieren entwickelt, der Objekterkennung und Lageschätzung sowie intelligente Roboter-Skills umfasst. In Stuttgart adressieren zwei Demonstratoren die Demontage: Der Demonstrator am Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA legt den Fokus auf die KI-gestützte Ableitung der Demontagereihenfolge aus technischen Zeichnungen. Ein weiterer bei der Robert Bosch GmbH in der ARENA2036 wird ein flexibles (De-)Montagesystem für die Kreislaufproduktion der Zukunft zeigen. In Aachen am Institut für Getriebetechnik, Maschinendynamik und Robotik der Rheinisch-Westfälischen Technischen Hochschule (RWTH) wird ein Demonstrator zur Integration der entwickelten Skills und zur Erprobung eines neuen Endeffektors aufgebaut. Die Ergebnisse des Projekts sollen in Form von Produkten und Komponenten in die industrielle Praxis überführt werden und so den Markttransfer von Forschungsergebnissen beschleunigen. Fraunhofer IPA bringt Robotik- Expertise ein Das Forschungsteam vom Fraunhofer IPA beteiligt sich neben der Projektleitung und dem erwähnten Demonstrator insbesondere mit Hardware- und Softwarebausteinen aus Vorgängerprojekten in PAnDA. Hierzu gehören Lösungen beispielsweise aus Vorgängerprojekten wie DeMoBat, ReNaRe und Desire4Electronics in Form von Demontagewerkzeugen, Erkennungsmethoden unter Verwendung von Maschinellem Lernen und Prozessparametersätze, die genutzt und weiterentwickelt werden. Auch zur Demontagefreundlichkeit fließen Erkenntnisse aus vorangegangenen Arbeiten ein. Ferner erarbeitet das Team die Informationen für den digitalen Produktpass rund um das Thema robotergestützte Demontage. Nationale Kreislaufstrategie und UN-Ziele im Blick Das Projekt trägt maßgeblich zur Nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie bei und adressiert Maßnahmen wie verbessertes Produktdesign, Digitalisierung und Schließung von Stoffkreisläufen. Es unterstützt zudem sechs der 17 UNNachhaltigkeitsziele und fördert die Wettbewerbsfähigkeit und Innovationskraft des Standorts Deutschland. Mit PAnDA wird zudem ein wichtiger Schritt in Richtung digitalisierte und automatisierte Kreislaufwirtschaft gemacht – für eine nachhaltige Zukunft und die Sicherung von Rohstoffen in Deutschland und Europa. Roboterbasierte Demontagelösungen zum Beispiel aus dem Vorgängerprojekt „ReNaRe“ werden in PAnDA weiterentwickelt Foto: Fraunhofer IPA/Foto: Rainer Bez Impressum MESSEJOURNAL DIE MESSE IFAT 2026 Verlag: EXXPO.DIE MESSE Publishing & Promotion GmbH Bessemerstraße 51 12103 Berlin (Tempelhof) HRB 33518, Amtsgericht Stendal UStId DE365739530 Geschäftsführer: Hans-Peter Stork Telefon: +49 30 75 43 59 47 E-Mail: verwaltung@die-messe.de Internet: www.die-messe.de www.exxpo.com Verantwortlich für den Inhalt: Norbert Funke DWA-Branchentreff Mit einer mittleren jährlichen Niederschlagshöhe von rund 800 Millimetern verfügt Deutschland über günstige wasserwirtschaftliche Bedingungen. Zunehmend problematisch ist jedoch die veränderte Verteilung der Niederschläge: Langanhaltende Trocken- und Hitzeperioden werden immer häufiger von intensiven Starkregenereignissen abgelöst. Der Wechsel zwischen Wassermangel und Wasserüberschuss stellt Kommunen, Planer*innen und Betreiber wasserwirtschaftlicher Anlagen vor neue Aufgaben und macht deutlich, dass klassische Annahmen für Bemessung und Betrieb nicht länger ausreichen. Welche Konsequenzen sich daraus für eine zukunftsfähige Auslegung und einen resilienten Betrieb wasserwirtschaftlicher Anlagen ergeben, steht im Mittelpunkt der RegenwasserTage der Deutschen Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall (DWA) am 23./24. Juni 2026 in Leipzig. Circularity is a must Bereits zur offiziellen Eröffnung wird die hohe politische Bedeutung der Branche sichtbar: Bundesumweltminister Carsten Schneider, EUKommissarin Jessika Roswall und Bayerns Umweltminister Thorsten Glauber eröffnen die IFAT Munich 2026 gemeinsam. Am Montag, 4. Mai, um 10 Uhr setzen sie auf der Blue Stage (Halle B2) ein deutliches Signal für die enge Verzahnung von europäischer, nationaler und regionaler Umweltpolitik.
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