EMO 2019
••• 11 ••• Innovationen Analyse mithilfe des virtuellen Zwillings Verfahren entwickelt zur Kontrolle und Verbesserung der Qualität additiv gefertigter Bauteile E in Forschungsschwerpunkt an der TU Chemnitz ist die ad- ditive Fertigung. „Es ist ein Ver- fahren, mit dem wir besonders komplexe, individuelle und hoch- belastete Bauteile herstellen kön- nen – wenn wir den gesamten Prozess sicher beherrschen“, fasst Marco Posdzich, Wissenschaftler der Professur Werkzeugmaschi- nenkonstruktion und Umform- technik, die Problematik seiner Forschungstätigkeit zusammen. Er weiß, dass die Anforderungen an die gedruckten Werkstücke hinsichtlich ihrer Maßgenauigkeit, Oberflächenqualität und Belast- barkeit bislang oft nicht erfüllt werden können und eine Nachbe- arbeitung der additiv gefertigten Teile erfordern. Posdzich arbeitet seit 2016 im InnoTeam „HochintEgratIve Prozesskette zur Generativen Fertigung von metallischen Hoch- leistungsbauTeilen – HEIGHT“. Im Team haben sie vom Selective Laser Melting (SLM) über das Frä- sen der gedruckten Bauteile bis hin zum Glattwalzen den gesam- ten Prozess und das begleitende Datenhandling entwickelt. „Wir zeichnen während der Fertigung jedes Bauteils die Maschinenda- ten auf, laden sie über eine Cloud als virtuellen Zwilling und verglei- chen sie mit der ursprünglichen FEM-Simulation. So können wir die Eigenschaften und eventuel- le Fehler des Werkstücks sofort erkennen und im nachfolgenden Prozessschritt ausgleichen“, er- läutert Posdzich und ergänzt: „Durch die bauteilbezogene Da- tenspeicherung kann sich der Hersteller beim Versagen des Teils später rechtlich absichern.“ Die Wissenschaftler sehen vor al- lem kleine und mittlere Unterneh- men aus dem Werkzeugbau und der Medizintechnik als potenziel- le Anwender ihrer Lösung: Derzeit werden beispielsweise Implantate mit individueller Kontur für jeden Patienten händisch nachpoliert. Durch das auf Grundlage der Pro- zessdaten gesteuerte Glattwal- zen ließe sich die Genauigkeit und Belastbarkeit des Teils wesentlich verbessern. Projektpartner in diesem InnoTeam sind neben der Hochschule Mittweida vier sächsi- sche Unternehmen. Rico Stöckmann und Marco Posdzich von der Professur Werkzeugmaschinenkonstruktion und Umformtechnik analysieren mithilfe eines virtuellen Zwillings die Prozessdaten ihres 3D-gedruckten Bauteils. Foto: Sven Winkler www.HSK.c o m Brandneu zur EMO 2019: Diebold-Ultra-Schrumpfgerät Diebold stellt neue Universalschrumpf- geräte US 1100 in drei Varianten vor. Diebold produziert seit gut 2 Jahrzenten Schrumpfgeräte in verschiedenen Ausführun- gen. Um den stetigen Marktanforderungen und Prozessoptimierungen gerecht zu werden wur- den die Schrumpfgeräte permanent verbessert. Mit den neuen Schrumpfgeräten der Gene- ration US 1100 gelang Diebold eine absolute Innovation in Sachen Schrumpfen. In den bis- herigen Geräten waren Parameter zum siche- ren Schrumpfen hinterlegt. Der Bediener stand somit vor der Aufgabe die zu schrumpfende :HUN]HXJDXIQDKPH LGHQWL¿]LHUHQ ]X PVVHQ Auch der richtige Durchmesser der Aufnahme musste für die passenden Parameter gewählt werden, um die Aufnahme nicht zu überhitzen. All diese Unwägbarkeiten sind nun dank der neuen Schrumpfgeräte US 1100 Ge- schichte. Die neuen Geräte verfügen über eine automatische und direkte Temperatur- kontrolle der Randkontur beim Aufheizen. Bisher war die Eingriffsweite mit der Induktions- spuleneinheit außerhalb des Schrumpffutters, eine Messung der Temperatur während des Heizvorgans war nicht möglich. In den neuen Geräten wurde das Problem mit einem paten- tierten Messkanal gelöst. Erfasst wird die Man- teltemperatur des Schrumpffutters. Eine direkte Temperaturkontrolle während des induktiven Heizens wird geschaffen. Eine ungewollte Über- hitzung des Werkzeughalters wird vermieden, ohne dass eine Voreinstellung der aktuellen Fut- WHUNRQ¿JXUDWLRQ VFKODQN QRUPDO RGHU YHUVWlUNW bzw. eine Bestimmung der Ausgangstemperatur vonnöten ist. Ein automatischer Aufheiz-bzw. Ab- schaltvorgang ist in der Technik integriert. Das Geheimnis nennt sich „Pyrometer. Durch den vorgegebenen Sollwert wird bei Erreichung der Manteltemperatur diese automatisch aufrecht- erhalten, reduziert oder sogar abgeschaltet. Die neuen Diebold-Schrumpfgeräte US 1100 sind in horizontaler und vertikaler Aus- führung im Portfolio. Zu Beginn des kom- menden Jahres ist das Gerät auch mit voll- automatischer, integrierter Kühlung lieferbar. Wer kein Komplettgerät erstehen möchte kann die heißen Aufnahmen auch im Diebold-Wasser- kühler FKS 04S prozesssicher und ohne Genau- igkeitsverlust in wenigen Sekunden abkühlen. Wie genau die Werkzeuge in der Aufnahme sit- zen können Sie anhand der verschiedenen Die- bold-Messgeräte nachvollziehen. Alle Geräte von Diebold – insbesondere im Zusammenspiel- ga- rantieren Ihnen den besten Sitz Ihres Werkzeu- ges in der Aufnahme für beste Fräsergebnisse. Halle 5 • Stand C24 Anzeige
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