17. Oktober 2021 
 
5. Oktober 2021

Mit Leichtbau und Klebtechnik in die Zukunft

Das Thema Leichtbau gewinnt in zahlreichen Branchen immer mehr an Bedeutung, so auch im Transportwesen. Ob Flugzeug-, Schiffs- oder Landmaschinenbau – je leichter, leistungsfähiger, umweltfreundlicher und effizienter, desto besser. Immer mit dabei: die Klebtechnik.

Foto: PixabayFoto: Pixabay
Im Flugzeugbau haben Leichtbau und Kleben bereits Tradition
Bei Leichtbau denken viele oft an das Offensichtlichste: an eine Reduzierung des Gewichts. Doch Leichtbau ist mehr als das. Neben der Gewichtsreduzierung zielt das Konzept des nachhaltigen Leichtbaus auch auf eine Verbesserung von Leistungsfähigkeit, Funktionsintegration sowie Ressourceneffizienz während des gesamten Produktentstehungsprozesses ab – alles wichtige Faktoren, wenn es um das Erreichen der Nachhaltigkeits- und Klimaziele des „Green Deals“ der EU-Kommission geht. Ebenso deutlich wird die Relevanz der Thematik durch die Initiative Leichtbau des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi). Durch sie sollen künftig Prozesse, Projekte und Förderprogramme im Zukunftsbereich Leichtbau gebündelt und gefördert werden. Eine Technologie kann dabei nicht außer Acht gelassen werden: die Klebtechnik. Sie geht mit der Leichtbauweise Hand in Hand.

It`s a match: Klebtechnik und Leichtbau
Ob Kunststoffe, Faserverstärkte Verbundwerkstoffe, Aluminium, Glas oder Holz – mithilfe der Klebtechnik können nahezu alle Materialkombinationen – sowohl aus identischen als auch unterschiedlichen Werkstoffen – miteinander verbunden werden. Die Materialeigenschaften und die damit verbundenen Vorteile – wie beispielsweise die Gewichtseinsparung – können so erhalten bleiben. Ein Pluspunkt, den andere Fügetechniken wie das Schweißen, Löten, Nageln oder Schrauben oft nicht mit sich bringen. Mithilfe der Klebtechnik können daher bei steigender Leistung leichtere, kleinere und effizientere Produkte entwickelt werden, die sowohl mit ökonomischen als auch ökologischen Vorteilen einhergehen. Im Transportwesen sind das zum Beispiel geklebte Leichtbauteile für Autos, LKW, Flugzeuge, Schiffe, Züge oder auch Landmaschinen.

Im Flugzeugbau haben Leichtbau und Kleben bereits Tradition. Vom Rumpf über die Flügel zu den Triebwerken bis in den Innenraum kommen Klebstoffe zur Anwendung und verbinden schonend, fest, sicher und – wenn nötig – elastisch. Weitere Innovationen auf diesem Gebiet kommen bestimmt.
Auch im modernen Bootsbau werden bereits Leichtbau und Klebtechnik in Kombination angewandt, um die Fertigung zu optimieren, Ressourcen zu schonen sowie Energie und somit Kosten zu sparen. Künftig sollen diese Vorzüge durch Kleben auch im Schiff- und Binnenschiffbau zutage kommen. Denn die Ergebnisse einer Studie des Deutschen Maritimen Zentrums (DMZ) machen deutlich: durch einen vermehrten Einsatz von Klebtechnik als Enabler-Technologie für den Leichtbau und die damit einhergehende Gewichtseinsparung sowie Ressourcenreduzierung kann zukünftig eine Verbesserung der Klimabilanz in diesem Bereich vorangetrieben werden.

Die Reduktion des Gewichts spielt auch im Landmaschinenbau eine wichtige Rolle. Denn bei der Konstruktion der Maschinen kommt bis heute zumeist geschweißter Stahl zum Einsatz. Ein Forschungsprojekt der FH Münster in Kooperation mit dem Laboratorium für Werkstoff und Fügetechnik der Universität Paderborn von 2019 zeigt jetzt, dass Stahl auch zuverlässig mit Klebstoffen verbunden und hierdurch die Wanddicke reduziert werden kann. Bedeutet: die Bauteile werden leichter. Mit geklebten Bauteilproben aus hochfesten, nicht schweißgeeigneten Stählen konnten die Wissenschaftler zudem eine hohe Festigkeit bei dynamisch einwirkenden Belastungen nachweisen.

Es wird deutlich: Geht es um das Erreichen der Nachhaltigkeits- und Klimaziele des Green Deals, spielen der Leichtbau und damit auch die Klebtechnik eine wichtige Rolle. Ihr ökonomisches und ökologisches Potential macht sie zu einer der Game-Changer-Technologien des 21. Jahrhunderts.

 

 


Weitere Nachrichten zu "MOTEK":


20. September 2021

“Arena of Integration” auf der Motek/Bondexpo 2021

In wenigen Tagen trifft sich die Automatisierungsbranche zur 39. Motek – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung – und 14. Bondexpo – Internationale Fachmesse für Klebtechnologie – live in Stuttgart. Erstmals erhält die Digitalisierung in Fertigung und Montage mit der „Arena of Integration“ in Halle 1 eine eigene Plattform; sie soll „lebendiges Herzstück“ der Motek/Bondexpo vom 05. bis 08. Oktober 2021 werden. (mehr …)


10. August 2021

Motek: Branche trifft sich persönlich – ganz sicher!

Live und ganz echt: Aussteller und Fachbesucher der industriellen Automatisierungsbranche freuen sich auf die Präsenzmesse Motek/Bondexpo vom 05. bis 08. Oktober 2021 in Stuttgart. Das traditionelle und bewährte Messeduo ist in voller Vorbereitung. (mehr …)


23. Juli 2020

Nächste Motek/Bondexpo im Oktober 2021

Gemeinsam mit dem Ausstellerbeirat der Motek/Bondexpo 2020 hat das Messeunternehmen Schall entschieden, die diesjährige 39. Motek – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung – auf das Jahr 2021 zu verschieben. (mehr …)


1. Juli 2020

Motek/Bondexpo 2020 geht in die Startposition

Die 39. Motek – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung – macht sich zusammen mit der 14. Bondexpo – Internationale Fachmesse für Klebtechnologien – startklar. Eines der fokussierten Themen des Branchenhighlights vom 05. bis 08. Oktober 2020 wird die Digitalisierung sein, außerdem werden Start-up-Unternehmen eine besondere Plattform bekommen. Derzeit entsteht in enger Abstimmung zwischen den zuständigen Behörden, dem Standortbetreiber Messe Stuttgart und dem Messeunternehmen Schall ein Durchführungskonzept, um alle aus der Corona-Pandemie resultierenden Vorgaben zu erfüllen. (mehr …)


24. Mai 2019

Motek 2019 setzt auf praktisch realisierbare Lösungen

Die Welt der industriellen Produktion entwickelt sich rasant – und mit ihr die Motek. Vom 7. bis 10. Oktober 2019 erhalten Fachbesucher von der 38. Motek Antworten auf ihre Fragen nach praktisch realisierbaren Lösungen für die Prozessautomatisierung. (mehr …)


29. März 2019

Motek 2019 präsentiert sich modern und pragmatisch

Die 38. Motek geht vom 7. bis 10. Oktober 2019 in Stuttgart an den Start - ein willkommener Pflichttermin für alle Konstrukteure, Anwender und Produktionsverantwortlichen, die praktische Lösungen für die industrielle Fertigung und Montage suchen. (mehr …)


23. November 2018

Motek und Bondexpo: International auf höchstem Niveau

Die komplementären Fachveranstaltungen Motek – Internationale Fachmesse für Produktions- und Montageautomatisierung sowie Bondexpo – Internationale Fachmesse für Klebtechnologie stellten vom 8. bis 11. Oktober 2018 wieder ein wichtiges Branchenereignis dar. (mehr …)


8. Oktober 2018

Motek: Fit für kollisionsfreie Zusammenarbeit

Eine sichere Arbeitsumgebung für Mensch und Roboter bei der kooperativen Schraubmontage zu schaffen, ist das Ziel einer neuen Lösung aus Karlsruhe. Über die Details sprach DIE MESSE mit Pascal Becker, Wissenschaftler am FZI Forschungszentrum Informatik. (mehr …)


8. Oktober 2018

Motek 2018: Zusammenarbeit von Mensch und Roboter im Fokus

Wohin die Reise in der Produktions- und Montageautomatisierung geht, zeigt die Motek vom 8. bis 11. Oktober 2018 in Stuttgart. Dazu gehören Zukunftsthemen wie Mensch-Roboter-Kollaboration (MRK) und Industrie 4.0, teilt der Veranstalter P. E. Schall mit. Die Motek findet im Verbund mit Fügetechnik-Messe Bondexpo statt. (mehr …)

 

MESSENAVIGATOR
AUTOMATION
ALLE TERMINE

E-PAPER MOTEK

NEWSLETTER
Bleiben Sie auf dem neuesten Stand: Nutzen Sie unseren exklusiven Newsletter "Automation" und erfahren Sie alles aus der Welt der internationalen Messewirtschaft - kostenlos, einmal monatlich.
Ihre E-Mail-Adresse:
 
© 2018 by Connex AG