19. Juli 2018 
 
8. Oktober 2015

Fakuma 2015: 3D-Printing auf breiter Ebene

Mit einer ganzen Reihe an 3D-Printing-Systemen und Generativ-Verfahren setzen die Fakuma-Aussteller in Friedrichshafen ihre Akzente. Die etablierten Hersteller von Kunststoffmaschinen haben die Chancen der generativen Fertigung erkannt und gehen nun in bewährter Profi-Manier ans Werk, um dem 3D- und demnächst 4D-Printing mit hochwertigen Originalwerkstoffen auf breiter Ebene zur industriellen Nutzung zu verhelfen.

Foto: P.E. Schall GmbH & Co. KGFoto: P.E. Schall GmbH & Co. KG
Die Hersteller von Kunststoffmaschinen gehen nun ans Werk, 3D-Printing auf breiter Ebene zur industriellen Nutzung zu verhelfen.
Interessant dabei ist, dass sich die Technologien und Verfahren zur generativen Fertigung durchaus stark unterscheiden, etwa dahingehend, dass zu den mehr oder weniger bekannten Verfahren neue hinzukommen, die nicht zur Herstellung von Kunststoffteilen, sondern zum Bau z. B. von Spritzgießwerkzeugen mit absolut konturnaher Kühlsystemstruktur aus geschichtetem Metallpulver in Werkzeug-Qualität verwendet werden.

„Wettbewerb splittert sich auf“

Die Veranstalter lassen keinen Zweifel daran, dass die Fakuma 2015 auch in ihrer 24. Auflage ein Branchen-Ereignis ersten Ranges wird. „Daran muss beständig gearbeitet werden“, so der Messemacher Paul E. Schall, „weil sich der Wettbewerb im Messewesen sowohl international als auch fachlich aufsplittert und es nur noch wenige Leit-Fachmessen, wie zum Beispiel die Fakuma, mit tatsächlich globaler Akzeptanz gibt. Vor ähnlich großen Herausforderungen stehen aber auch die Hersteller und Anbieter von Maschinen, Werkzeugen, Materialflusstechnik und Peripherie in allen Bereichen der industriellen Kunststoffverarbeitung.“

„Hervorzuheben wäre hier vor allem der fast schon hysterische Züge annehmende Hype um die komplexe Thematik „Generative Fertigung“, der in den vergangenen beiden Jahren regelrecht ausuferte und sich nun, da die industrielle Anwendungsfähigkeit auf dem Prüfstand steht, langsam zu beruhigen beginnt“, meint Schall.

Versachlichung des Hypes

Im Sinne der Aussteller und der Fachbesucher wollen die Veranstalter der Kunststoff-Fachmesse für eine Versachlichung sorgen, „zumal wir in den Segmenten Additiv-/Generativ-/Prototyping-Verfahren schon seit über 25 Jahren aktiv sind. Nämlich dahingehend, dass wir den Ausstellern aus Forschung und Industrie schon sehr früh eine Plattform verschafften, um die Fachbesucher mit den neuesten, vielversprechenden Technologien und Verfahren vertraut zu machen.“ Mit dem anwenderorientierten Fokus auf die Kunststoffverarbeitung nimmt die Fakuma jedenfalls eine Sonderstellung ein. Denn ähnlich gelagerte Fachmessen präsentieren sich eher „Kunststoff-polytechnisch“ und setzen folglich andere Schwerpunkte.

Noch internationaler

Hervorzuheben ist in diesem Jahr, dass die Fachmesse einen noch internationaleren Anstrich bekommt. Dies verdeutlicht die nochmalige Zunahme an ausländischen Hersteller und Anbietern auf nunmehr 35 Industrienationen. Nach dem traditionell stärksten Aussteller-Kontingent aus Deutschland (925 Unternehmen) folgen Italien (102), Schweiz (97), Österreich (63), Frankreich (43), China (41), Portugal (27), Niederlande (25), Tschechien (20) und Türkei (17), womit Europa nach wie vor die führende Rolle innehat. Die Messeveranstalter erwarten 2015 rund 46.000 Fachbesucher aus weit über 100 Nationen. Im Vorjahr zählten sie 1?800 Aussteller (davon fast 600 aus dem Ausland) aus 36 Nationen und fast 46?000 Fachbesucher aus 117 Ländern.

 


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