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Österreich: Messegeschäft als Wirtschaftsfaktor - Studie

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03.01.2018

Die Messen-Austria, der Verein der österreichischen Messeveranstalter, sorgt jährlich für 1,05 Milliarden Euro an Wertschöpfung. Das gab Armin Egger, Vorsitzender der Messen-Austria und CEO der Messe Congress Graz, mit Verweis auf eine neue Studie bekannt.

 - Armin Egger, Vorsitzender der MESSEN-AUSTRIA und CEO der Messe Congress Graz, Claudia Brandstätter vom Trendbüro bmm und Benedikt Binder-Krieglstein, CEO von Reed Exhibitions Österreich (v.l.n.r.)
© Leadersnet / C. Mikes
Armin Egger, Vorsitzender der MESSEN-AUSTRIA und CEO der Messe Congress Graz, Claudia Brandstätter vom Trendbüro bmm und Benedikt Binder-Krieglstein, CEO von Reed Exhibitions Österreich (v.l.n.r.)

Die Studie hat das Institut BMM Markt- und Trendforschung auf Basis von Befragungen der Messen-Austria Mitglieder und Wertschöfpungsstudien aus den Jahren 2012 bis 2016 im Auftrag der Messen-Austria durchgeführt. Die elf österreichischen Leitbetriebe, dazu gehören die Messegesellschaften aus Dornbirn, Graz, Innsbruck, Ried, Salzburg, Wels, Wieselburg, Oberwart, Klagenfurt sowie die beiden Reed Exhibitions Standorte Salzburg und Wien, führen pro Jahr rund 1.650 Veranstaltungen durch. Davon sind 88 Eigenmessen (5,3 Prozent), 77 Gastmessen (4,7 Prozent) und 1.485 (90 Prozent) Gastveranstaltungen. Insgesamt 5.439.225 Besucher und 33.362 Aussteller haben sich von der Leistungskraft der heimischen Messebetriebe überzeugt.

„Die heimischen Messen haben einen Status, der ernst zu nehmen ist. Das Geld, das Messen in Umlauf bringen, wirkt sich positiv auf die Regionen und deren wirtschaftliche Leistung aus“, sagt Armin Egger. Der Messen-Austria Vorsitzende spricht dabei unter anderem die Ausgaben von Besuchern und Ausstellern an. Jeder Messebesucher gibt im Schnitt rund 105 Euro beim Messeaufenthalt aus. In Summe waren das 571.118.625 Millionen Euro. Die Aussteller haben rund 9.350 Euro pro Veranstaltung und insgesamt 302.584.700 Millionen Euro für den Messeauftritt investiert.

„Investitionen ins Messegeschäft sind wichtig. Wir sind lokale Impulsgeber und Arbeitgeber mit zusätzlichen Effekten auf Unternehmen, die unmittelbar mit dem Messegeschäft zusammenhängen. Messen fördern Arbeitsplätze, die in den Regionen wichtig sind“, erklärt Reed-CEO Benedikt Binder-Krieglstein. In einem typischen Investitionsjahr (Zahlen aus dem Jahr 2015) belaufen sich die Investitionen in die jeweiligen Standorte auf rund 13 Millionen Euro. Die Ausgaben für aus- und vorgelagerte Dienstleister wie etwa Reinigung, Catering, Sicherheitsdienste summieren sich auf rund 7 Millionen Euro pro Jahr.

Ein ebenso positiver Effekt betrifft den heimischen Arbeitsmarkt. Über Österreich hinweg sind pro Leitbetrieb zumindest 35 Mitarbeiter und in Summe mehr als 400 im Einsatz. Aber auch darüber hinaus sichern Messen Arbeitsplätze, wie am Beispiel Wien abzulesen ist. Eine für Reed Exhibitions Messe Wien durchgeführte Umwegrentabilitätsstudie des WIFO aus dem Jahr 2016 belegt, dass Veranstaltungen der Messe Wien 4.500 Arbeitsplätze sichern. Davon sind 1.900 Vollzeitäquivalente auf Messen zurückzuführen, 2.400 auf Kongresse und Firmenevents und 200 Mitarbeiter direkt auf Reed Exhibitions als Arbeitgeber.

http://www.messen-austria.at