21. April 2018 
 
12. August 2015

IFA 2015 – Schönere Pixel dank Ultra-HD

Rechtzeitig zur wichtigsten Verkaufssaison des Jahres wird die IFA vom 4. bis zum 9. September 2015 in Berlin ihrem Publikum wieder die Neuheiten der Unterhaltungs- und Gebrauchselektronik präsentieren. Ob spektakuläre Farben der neuen UHD-Bildschirme oder Süßigkeiten und Modeschmuck aus dem 3D-Drucker – die aktuellen Trends betreffen alle Bereiche der Branche.

Foto: Messe BerlinFoto: Messe Berlin
Schon im letzten Jahr zählten Fernseher mit elegant geschwungenen Bildflächen zu den Stars der Messe. Dieser Trend wird nun fortgesetzt: mit Bildschirmen, die ihre Oberfläche wechseln können. Per Fernbedienung kann je nach Bedarf die Silhouette des Geräts in die gewünschte Form gebracht werden - mal komplett flach, mal gewölbt.
Fast schon zur Standard-Ausstattung in den gehobenen TV-Klassen zählt inzwischen die ultrahohe Auflösung mit acht Millionen Bildpunkten UHD, darunter immer öfter auch Bildschirme mit Diagonalen um 40 Zoll. Die neuen Modelle der führenden Hersteller haben nicht nur HDMI-Anschlüsse für hohe UHD-Datenraten, sondern entsprechen auch den Kopierschutz-Anforderungen künftiger UHD-Medien. Außerden unterstützen die Geräte den jüngsten Video-Kompressionsstandard HEVC (H.265), der besonders effizient ist. Auch auf die entsprechenden Inhalte in UHD-Auflösung werden spürbar öfter angeboten: UHD-Spielfilme werden von den ersten Online-Diensten ins Netz gestellt, und die UHD Alliance, ein Zusammenschluss von Geräte- und Filmindustrie, treibt die Produktion von UHD-Inhalten voran und kümmert sich um Kompatibilitätsanforderungen vom Studio bis zum Bildschirm. Eine neue Scheibe aus der Familie der Blu-ray Disc, die Filme in UHD-Qualität speichern kann, wird ebenso auf der IFA vorgestellt wie die passenden Abspielgeräte.

Auch für Hobby-Filmer ist UHD inzwischen verfügbar: Immer mehr hochwertige Spiegelreflexkameras beherrschen die UHD-Aufnahme, aber auch kompakte Reisegeräte und sogar einige Action-Cams filmen im superfeinen Raster. UHD-Camcorder mit extrem wirksamen optischen Bildstabilisatoren passen in ihrer klassischen, kompakten Bauweise bereits mühelos ins Handgepäck.

Für einen eindrucksvollen Effekt sorgt auch der erweiterte Farbraum, den die Top-Modelle unter den UHD-Fernsehgeräten darstellen können. Nanokristalle in den grünen und roten Farbfiltern der LCD-Bildschirme sorgen für besonders schöne und natürlichere Farben. Nicht von ungefähr sprechen Experten von schöneren Pixeln, die UHD zu bieten habe – leuchtend rote Tomaten oder ein satt grüner Golfrasen zeigen diese Tatsache eindrucksvoll. Ein erweitertes Farbspektrum geben übrigens auch OLED-Bildschirme wieder – auch diese Geräte erscheinen zur IFA in zahlreichen neuen Modellvarianten. Auch HDR („High Dynamic Range“) sorgt bei manchen Spitzenmodellen der jüngsten UHD-Fernseher für ultrarealistische Effekte: Die Technik ist in der Lage, einen deutlich erhöhten Kontrastumfang darzustellen und kann alle Abstufungen zwischen den Extremen darstellen – so unterscheidet sich der optische Eindruck zum Beispiel einer Feuerwerksrakete vor einem pechschwarzen Nachthimmel kaum noch von der Realität.

Nachdem Dolby vor über zwei Jahren das klassische Kino-Sound-Erlebnis mit der Multikanal-Technik für links, rechts, Mitte und Surround um die Höhendimension erweitert hat, ist Dolby Atmos seit einigen Monaten auch bei Heimkino-Receivern und -Verstärkern zu haben. Cineastische Effekte wie lärmende Vögel oder Hubschrauber, die über den Köpfen der Zuschauer eine virtuelle Schleife fliegen, können nun auch zu Hause erlebt werden - die Illusion vom natürlichen Hören wird durch die Abbildung der Höhe perfekt. Auch andere Hersteller bieten den 3D-Sound fürs Wohnzimmer inzwischen an, so zum Beispiel DTS:X oder Auro 3D. Auch erste Kopfhörer können – mit geeigneter elektronischer Unterstützung – den 3D-Sound schon wiedergeben. Vorgeführt wird diese Technik, bei der der 3D-Eindruck auf virtuelle Weise erzeugt wird, vom Fraunhofer Institut IIS in Erlangen in der Innovationshalle IFA TecWatch.

Einem weiteren Trend wird auf der IFA 2015 Rechnung getragen: So genannte „Wearables“, also mit Displays und Sensoren ausgestattete Geräte, die man als Armband direkt am Körper trägt, zeigen an, was sie, zum Teil mit Handy-Unterstützung, empfangen. Körperfunktionen wie Puls oder Herzfrequenz werden gemessen, Schritte gezählt, Bewegungen und Umgebungsvariablen registriert. Die entsprechenden Daten werden zur Auswertung beispielsweise an ein Tablet weitergefunkt, wo grafische Darstellungen und individuelle Fitnessprogramme erstellt werden können. Auch viele neue Smartphones sind inzwischen mit eigenen Fitness-Sensoren ausgestattet. Einerseits fördert der neue Trend natürlich Sport und Spaß, andererseits wird er künftig aber auch telemedizinische Anwendungen stützen und so älteren Menschen dabei helfen, länger selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung zu leben. Für die Präsentation dieser Themen wird es in diesem Jahr einen neuen Bereich auf der IFA geben.

Die neue Geräteart der 3D-Drucker scheint bereit für den Massenmarkt: Mittlerweile können handliche Tischgeräte aus ihren Düsen Objekte aller Art zaubern. Nicht nur Zahnräder oder Konstruktionsmodelle, auch Spielzeug, Schuhe, Schmuck und sogar Kleider lassen sich produzieren. Auch große Bodenvasen und sogar Stühle oder Couchtische kann ein 3D-Drucker herstellen. Die meisten Geräte verarbeiten Kunststoffe; einige Modelle erzeugen aber auch Metallobjekte, indem feine Späne mit Laserstrahlen verschmolzen werden. Sogar die Verarbeitung von Lebensmitteln ist möglich, beispielsweise um aus Schokolade und Zucker dekorative Köstlichkeiten kreieren zu können. Für die Entstehung der Vorlagen für die 3D-Print-Produkte gibt es spezielle Konstruktionsprogramme, aber auch die Abtast-Lichtstrahlen von Scannern können Modelle erfassen und als digitale Vorlagen an den Drucker schicken. Diese werden auf der IFA in etlichen Varianten präsentiert – vom kompakten Tischscanner bis hin zu mannshohen Installationen, die auch ein menschliches Modell sekundenschnell rundum erfassen können.

 

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