Font size

Hannover Messe: Energieeffizienz im Rampenlicht

  •  

13.03.2017

In diesem Jahr demonstrieren erneut viele Unternehmen auf der Leitmesse Energy im Rahmen der Hannover Messe, dass weiteres Wachstum bei sinkendem Energieverbrauch mit energieeffizienten Technologien und Konzepten möglich ist.

 - Durch die Kopplung von Heizen und Kühlen können neue Energiepotenziale erschlossen werden
© Deutsche Messe
Durch die Kopplung von Heizen und Kühlen können neue Energiepotenziale erschlossen werden

Für viele Unternehmen steht fest, dass in Zukunft die Nutzung von Wärme und Kälte noch konsequenter vernetzt werden muss. Wurden bislang noch eher separat installierte Systeme effizient mit einem intelligenten Temperaturmanagement verbunden, so kann sich die Industrie in Zukunft in der Koppelung von Kälte und Wärme große Einsparpotenziale erschließen. Da umweltschädlichen Kühlmittel verbannt werden, wird hier in den nächsten Jahren ohnehin großer Handlungsbedarf entstehen. Um in den Reihen der Industrie mehr Aufmerksamkeit für Energiefragen zu erzielen, haben sich Unternehmen aus unterschiedlichen Anwendungsbereichen zum Projekt „360 Grad Energieeffizienz“ zusammengeschlossen. Daran beteiligen sich neben Unternehmen aus dem Bereich Wärme/Kälte auch Firmen aus den Bereichen Drucklufttechnik, LED/Beleuchtung und Energieeffizienzberatung. Das gemeinsame Projekt macht zum einen die enorme Bandbreite deutlich, in der technische Optimierungen im industriellen Kontext möglich sind. Zum anderen weist die Plattform „360 Grad Energieeffizienz“ darauf hin, dass die Einzelaspekte mit fortschreitender Digitalisierung vorteilhaft vernetzbar und damit auch effizient steuerbar sind.

Allerdings muss sich jedes Energieeffizienz-Projekt im Wettbewerb bewähren. „Energieeffizienz darf kein Selbstzweck werden. Sie über die gesamte Wertschöpfungskette zu verbessern, funktioniert nur dann, wenn die Anwender und Nutzer, Eigentümer und Investoren konkrete Vorteile darin sehen“, so Stefan Kapferer, Vorsitzender des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW). „Zu strenge Vorgaben für Effizienzmaßnahmen können sich nachteilig auf die Entwicklung der europäischen Wirtschaft auswirken. Zudem würden Kontrollbürokratie und ein erheblicher administrativer Aufwand drohen. Das würde die öffentliche Akzeptanz für das Thema schwächen“, warnt Kapferer und verweist dagegen lieber auf die großen Fortschritte, die man auch ohne große gesetzliche Auflagen im letzten Vierteljahrhundert erreicht habe: „In Deutschland hat sich die Energieproduktivität – also das Verhältnis der eingesetzten Energie zur erbrachten Wirtschaftsleistung – zwischen 1991 und 2015 um knapp 50 Prozent verbessert.“ Eine Erfolgsgeschichte, die mit neuen Ideen und Technologien der Energy-Aussteller fortgesetzt wird. Die Hannover Messe findet vom 24. - 28. April 2017 statt.

www.hannovermesse.de