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Europäischer Solarpreis an zehn Preisträger verliehen

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01.12.2017

Hoch über den Dächern von Wien, in den Räumen der Technischen Universität (TU the Sky) wurde Mitte November in einer feierlichen Veranstaltung der Europäische Solarpreis 2017 verliehen.

 - Mit der Verleihung des Europäischen Solarpreises werden innovative Vorbilder und engagierte Wegbereiter aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt
© EUROSOLAR e.V./flickr CC BY-NC-SA 20
Mit der Verleihung des Europäischen Solarpreises werden innovative Vorbilder und engagierte Wegbereiter aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien in das Interesse der Öffentlichkeit gerückt

Nach Rom, Prag und Barcelona, fand die diesjährige Preisverleihung des Europäischen Solarpreises gemeinsam mit EUROSOLAR Austria in Wien statt. Den Preis, der von EUROSOLAR e.V. ins Leben gerufen wurde, erhielten zehn Sieger aus zehn verschiedenen Ländern in zehn Kategorien. Die Gewinnerprojekte wurden anhand von Filmen, Interviews und Präsentationen den mehr als 120 Besuchern vorgestellt. „Die Anzahl und Qualität der Innovationen und Erfolge ist dieses Jahr besonders ermutigend, weil es eine starke Botschaft nach Europa sendet. Erneuerbare Energien stellen nicht nur die maßgebliche Infrastruktur für Wohlstand und soziale Gerechtigkeit dar. Sie sind auch unentbehrlich zur Bekämpfung der Erderwärmung und für ein friedliches Zusammenleben“, erkärte EUROSOLAR-Präsident Prof. Peter Droege bei seiner Begrüßungsrede.

Wolfgang Hein, Vorstandsmitglied von EUROSOLAR Austria, wies darauf hin, dass Österreich die besten Voraussetzungen dafür hat, seinen gesamten Strom bis 2022 aus Erneuerbaren zu beziehen und dies auch initiieren sollte. „Alle Neubauten sollten rechnerisch Plusenergiebauten sein und die Sanierungsrate für Altbauten müsste auf drei Prozent jährlich angehoben werden. Im Verkehrsbereich sollte in den nächsten zehn Jahren eine massive Verlagerung zu umweltverträglichen Verkehrsmitteln erreicht werden und der restliche Straßenverkehr in 20 Jahren mit erneuerbar erzeugtem Strom erfolgen. Der Produktionssektor sollte sich weiter in Richtung effizienten Ressourcenverbrauch und der innovativen Nutzung Erneuerbarer Energien entwickeln“, forderte Hein.

Beim ergänzenden Symposium präsentierten und diskutierten die Referenten über Potentiale und Erfahrungen für ein nachhaltiges europäisches Energiesystem in den Bereichen solare Architektur, Stadtplanung, Wirtschaft und Politik. Sie kamen zu dem Schluss, dass die notwendigen Technologien, um veraltete konventionelle Strukturen durch nachhaltige zu ersetzen, bereits vorhanden sind. Als Forderung an die Politik wurde festgehalten, dass die EU-Mitgliedsstaaten alle Barrieren für die Nutzung Erneuerbarer Energien abbauen und in der Lage sein sollten, ihre eigenen Marktregeln für den Einsatz und den Handel Erneuerbarer Energien zu wählen.

www.eurosolar.de