Font size

EMO Hannover: Smart gespannt und intelligent vernetzt

  •  

19.05.2017

Das Potenzial der Spanntechnik in einer prozessoptimierten Fertigung wird auf der EMO Hannover 2017 aus allen Blickwinkeln beleuchtet. Für die digital vernetzte Fertigung werden intelligente Spannmittel eine zentrale Rolle spielen.

 - Auf der EMO Hannover ist die ganze Welt der Metallbearbeitung zu sehen
© Deutsche Messe
Auf der EMO Hannover ist die ganze Welt der Metallbearbeitung zu sehen

Er kennt die Branche und weiß, was sie umtreibt. Bernt Ritz, Referent für Technik, Normung und Spannzeuge im VDMA-Fachverband Präzisionswerkzeuge umreißt die Trends, denen sich die Hersteller von Spanntechnik aktuell stellen müssen: zunehmende Bearbeitung von Verbundwerkstoffen, Leichtbauteilen, dünnwandigen und miniaturisierten Bauteilen; Individualisierung von Werkstücken und damit verbundenen kleineren Losgrößen; höhere Rundlaufgenauigkeiten und Wuchtgüten für Werkzeugaufnahmen; vollautomatisierbare Fertigungsprozesse und zuverlässige Prozessüberwachung; automatisierte Werkstückbestückung; Vernetzung und eindeutige Identifizierung von Spanntechnikkomponenten; Implementierung von Sensorik zur Datenerfassung und -übertragung sowie Online-Konfiguratoren für Spannkomponenten.

Damit ist der Rahmen skizziert, innerhalb dessen sich die Innovationsbestrebungen der Branche im Vorfeld der EMO Hannover 2017 abspielen – und die Innovationsbandbreite der ausstellenden Firmen sprengt diesen Rahmen noch.

Automatisierbarkeit wird immer wichtiger

Die Automatisierbarkeit spielt dabei natürlich eine große Rolle. Unterschiedliche Abfragemöglichkeiten und somit eine nahtlose Kommunikation mit der Werkzeugmaschine gehören heute zum Standard. Der Trend geht hin zu einer Kombination der verschiedenen Spannmethoden. Nullpunktspanntechnik bildet oftmals die Basis und wird durch hydraulische, magnetische oder pneumatische Systeme als flexibles Baukastensystem ergänzt, so behaupten die Fachleute. Die nahtlose Vernetzung und Kommunikation der Spannmittel mit der Werkzeugmaschine sind entscheidende Faktoren für eine optimierte Fertigungslösung im Hinblick auf Industrie 4.0 und den dazugehörigen Komponenten. Die Aufgaben der Spannmittelhersteller liegt darin mit dem vorhandenen Istzustand in der Fertigung des Kunden zu planen und die Fertigungsprozesse zu optimieren.

Auf der diesjährigen EMO Hannover ist das Thema „Kostengünstige Automatisierungslösungen vorhandener Werkzeugmaschinen“ ein Kernthema. Low-cost-Automatisierung inklusive Beladen, Greifen, Speichern, Spannen und Kennzeichnen ist hier der Leitgedanke.

Die EMO Hannover findet dieses Jahr vom 18. bis 23. September statt.

Weitere Informationen unter: http://www.emo-hannover.de.