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Effektiver Schutz für Smart Homes

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Projekt SHODAN: Datenschutzwächter sichert intelligent vernetzte Wohnungen

02.10.2017

Intelligent vernetzte Wohnungen - Smart Homes - bieten Angriffsflächen für Datendiebe. Wissenschaftler des FZI Forschungszentrums Informatik haben im Forschungsprojekt SHODAN gemeinsam mit den Industriepartnern ein Gerät entwickelt, dass die Datenübertragung überwacht.

 - In der Web-Oberfläche können Nutzer festlegen, welche Datenübertragungen von smarten Geräten an ihre Hersteller der Datenschutzwächter zulassen soll.
© FZI Forschungszentrum Informatik
In der Web-Oberfläche können Nutzer festlegen, welche Datenübertragungen von smarten Geräten an ihre Hersteller der Datenschutzwächter zulassen soll.

Während ihres Betriebs sammeln vernetzte Haushaltsgeräte Daten und senden sie an ihre Hersteller, die daraus zum Beispiel Nutzerprofile erstellen. Technisch versierte Kriminelle können den Datenstrom aber ebenfalls auslesen und so vorhersagen, wann niemand zu Hause und der beste Zeitpunkt für einen Einbruch ist. „Der Datenschutzwächter bietet den Nutzern die Möglichkeit, die Regeln für die Datenübertragung an ihr persönliches Schutzbedürfnis anzupassen oder die Datenübertragung ganz zu unterbinden“, sagt Dr. Matthias Huber, Leiter des FZI Living Labs smartSecurity.

Indem etwa Heizungs- oder Aktivitätsdaten wie die Betätigung von Lichtschaltern erfasst würden, ließen sich sensible Daten wie die Alltagsgewohnheiten der Bewohner oder auch deren Anzahl mit einfachsten Mitteln bestimmen, warnt der Informatiker. Der Datenschutzwächter mache es nun auch technisch wenig versierten Nutzern möglich, die Kontrolle über die Smart-Home-Daten zu behalten und ihr Recht auf informationelle Selbstbestimmung durchzusetzen.

Der Datenschutzwächter ist ein kleiner quadratischer Kasten, den der Nutzer zwischen Smart-Home-Geräten und seinem Router anbringen kann. Dort überwacht er, welche Daten im Smart Home gesammelt und übertragen werden. Datenübertragungen einzelner Sensoren oder Geräte werden zu verständlichen Ereignissen zusammengefasst und dem Benutzer auf einer Web-Oberfläche angezeigt. Auf dieser Oberfläche kann der Benutzer gewünschte Datenflüsse erlauben und unerwünschte unterbinden. Erkennt der Datenschutzwächter neue oder ungewöhnliche Datenflüsse, wird der Benutzer gewarnt und gefragt, ob er diese zulassen will.