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Drinktec als Katalysator für PET-Lösungen

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Bei der Produktion von PET-Flaschen legen Abfüller Wert auf Energie- und Ressourceneffizienz

06.09.2017

PET ist insbesondere beim Abfüllen von Wasser und alkoholfreien Getränken (CSD) die bevorzugte Verpackungsform weltweit. Während die Nachfrage nach CSD global betrachtet eher stagniert, boomt das Abfüllen von Wasser in PET nach wie vor. Viele neue Entwicklungen von PET-Behältern kommen inzwischen auch aus der Milchindustrie.

 - PET-Flaschen sind ideale Getränkeverpackungen - die Drinktec 2017 hat mit dem PETpoint einen gesonderten Ausstellungsbereich geschaffen.
© Messe München
PET-Flaschen sind ideale Getränkeverpackungen - die Drinktec 2017 hat mit dem PETpoint einen gesonderten Ausstellungsbereich geschaffen.

Die Drinktec hat deshalb entsprechend der Bedeutung für die Abfüller mit dem PETpoint einen gesonderten Ausstellungsbereich geschaffen, welcher ausschließlich der PET-Technologie gewidmet ist und alle Neuerungen rund um PET präsentiert. Wohl als einzige Messe weltweit zeigt die Drinktec in diesem Bereich die gesamte Wertschöpfungskette von PET in diesem Umfang. Zur Ausstellergruppe zum Thema PET gehören unter anderem die Hersteller von Spritzgießmaschinen zum Produzieren von Preforms und Streckblasanlagen für Kunststoffbehältnisse, aber ebenso von Füllmaschinen für Kunststoff-Flaschen. Vertreten sind auch die Anbieter von Roh- und Hilfsstoffen zur Herstellung von Kunststoffbehältnissen, ebenso wie die Produzenten von Kunststoff-Flaschen aus PET, PEN, aus PP, PE, HDPE oder sonstigen Kunststoffen. Am anderen Ende des Lebenswegs der PET-Flaschen stehen Maschinen und Anlagen zum Recycling der PET-Behältnisse und von Verschlüssen.

Wichtig sind für die Abfüller vor allem die Energie- und Ressourceneffizienz bei der Herstellung von PET-Behältern. Dazu können sich Besucher im Rahmen des Fokusthemas Wasser- und Energiemanagement auf der Drinktec informieren. Themen wie verringerter Wasserverbrauch, Nutzung von Prozesswärme, Kreislaufführung oder der Einsatz effizienter Komponenten beschäftigen die Industrie. Mit immer weniger Ressourcen immer mehr Output zu erzielen – das ist ein Ziel der Zukunft, auch beim Reduzieren von PET-Behältergewichten und dem Einsatz von Recyclat.

Einsatz von Recyclat noch zu gering

Neben dem Lightweighting ist der Einsatz von recyceltem PET eine Herausforderung der Zukunft. Der Trend zum bottle-to-bottle-Recycling ist nach Angaben von Marktkennern ungebrochen. Grund: Die Marktabdeckung ist noch sehr gering. Der Einsatz von Recyclat in PET-Behältern liegt weltweit betrachtet noch verschwindend niedrig, schätzungsweise um die fünf Prozent. Die großen PET-Bottler wollen aber meist 25 Prozent Recyclatanteil erreichen. „Deswegen wird die Nachfrage nach bottle-to-bottle-Recycling ungebremst anhalten“, meint Dr. Thomas Friedlaender, PET-Recycling-Spezialist. Als größte Herausforderung betrachtet der Recycling-Experte aber die sinkende Qualität der Sammlungen von PET-Behältern. „Um daraus ein brauchbares Recyclat herstellen zu können, ist eine erweiterte Sortiertechnik und eine kontinuierliche Verbesserung der Recycling-Technologie unabdingbare Voraussetzung.“

Die Drinktec wird deshalb auch die neuesten Möglichkeiten des PET-Recyclings und der Verwendung von Alternativmaterialien beleuchten. Inzwischen können PET-Flaschen aus annähernd 100 Prozent Recyclingmaterial hergestellt werden. In Europa wurden laut Petcore 2014 rund 57 Prozent der auf den Markt gebrachten PET-Flaschen einem Recycling zugeführt, 6,8 Prozent mehr als im Vorjahr. Das entspricht etwa 66 Milliarden 1,5-Liter-Flaschen.

http://www.drinktec.com