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CeBIT 2017: Schutz vor Cyber-Attacken

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04.01.2017

Cyber Security auf der CeBIT 2017: Botnetze, Datenlecks, Ransomware, gehackte Passwörter und DDoS-Attacken – die Schäden durch Cyber-Angriffe belasten die deutsche Volkswirtschaft mit mehr als 50 Milliarden Euro pro Jahr.

 - Das Thema IT-Sicherheit ist einer der Schwerpunkte der CeBIT 2017, die vom 20. bis 24. März ihre Türen in Hannover öffnet.
© Deutsche Messe
Das Thema IT-Sicherheit ist einer der Schwerpunkte der CeBIT 2017, die vom 20. bis 24. März ihre Türen in Hannover öffnet.

Der aktuelle Lagebericht des Bundesamtes für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) offenbart eine neue Qualität der Gefährdung: Die zunehmende Vernetzung durch das Internet der Dinge, Industrie 4.0 und smarte Devices eröffnen Angreifern weitreichende Möglichkeiten, Informationen auszuspähen, Geschäfts- und Verwaltungsprozesse zu sabotieren oder sich auf andere Weise zu bereichern. Wie sich Institutionen und Unternehmen jeder Größenordnung dagegen schützen und gleichzeitig ihre Digitalisierungsmaßnahmen weiterentwickeln können, zeigt die CeBIT vom 20. bis 24. März in Hannover. Erste Anlaufstelle ist der Messe-Schwerpunkt Business Security in Halle 6 mit Anbietern von Antivirus-Systemen, E-Mail-Sicherheit sowie Cloud & Internet Security bis hin zu Netzwerk-Sicherheit.

Sicherheit zum Frühstück

Neu ist ein messetäglicher Beratungs-Brunch: IT-Entscheider und Security-Verantwortliche können in Halle 6 ihre individuellen Sicherheitsanforderungen formulieren und erhalten neben einer unabhängigen Beratung einen "Laufplan" mit passgenauen Angeboten der im CeBIT-Schwerpunkt Business Security vertretenen Anbieter. Die Beratungsgespräche gibt es an jedem CeBIT-Messetag von 10 bis 12 Uhr.

Foren und Workshops für den Sicherheits-Check

Wer sich über aktuelle Sicherheitsthemen informieren möchte, kann in Halle 6 zwei Vortragsforen besuchen: die CeBIT Security Plaza und die Business Security Stage. Beide Foren präsentieren an allen fünf CeBIT-Tagen ein umfangreiches Vortragsprogramm mit einem angegliederten Ausstellungsbereich. Auf der CeBIT Security Plaza berichten Experten über brisante Sicherheitslücken, Security-Technologien und Maßnahmen, um sich vor Cyber Crime zu schützen. Themen sind unter anderem IT-Sicherheit für den Mittelstand, IT-Sicherheit in der Cloud und der Umgang mit Sicherheitslücken im Umfeld der Digitalisierung. Auf der Business Security Stage dreht sich alles um die ganzheitliche IT-Sicherheit in Unternehmen. Dort diskutiert die Branche in Vorträgen, Podiumsdiskussionen und Live-Demos unter anderem über Datenschutz, Cloud Security, Compliance, Access and Identity Management, Endpoint Security und Managed Security Services.

Security-Sprecher klären auf

Auch bei den CeBIT Global Conferences 2017 steht das Thema Cyber-Sicherheit ganz oben auf der Agenda. Prominenter Sprecher ist unter anderem der Präsident des Bundeskriminalamtes Holger Münch, der Deutschland nach wie vor im Fadenkreuz des internationalen Terrors sieht. Münch fordert in diesem Zusammenhang eine bessere Vernetzung der Sicherheitsbehörden innerhalb Europas und einen entsprechenden Ausbau der Technik. "Wir brauchen eine cyberfähige Polizei, die sich ganz selbstverständlich in der digitalen Welt bewegt", betonte Münch im November zum Auftakt der BKA-Herbsttagung 2016.

Ein weiterer herausragender Sprecher der CeBIT Global Conferences ist der erst 27-jährige Marcin Kleczynski. Der Jungunternehmer wurde bereits 2014 in die Forbes-Liste der 30 führenden Unternehmer unter 30 Jahren aufgenommen. In seiner Keynote erläutert Kleczynski, wie sich Cyberkriminelle mit Ransomware, PUPs (Potentially Unwanted Programs) oder Social Engineering immer wieder neue kreative Methoden ausdenken, um Nutzer und Unternehmen zu bedrohen und zu schädigen.

Ein ausgewiesener IT-Sicherheits-Experte ist Mikko Hypponen, Chief Research Officer eines finnischen Sicherheits-Anbieters. Hypponen hat sich vor allem als "Virenjäger" einen Namen gemacht. Sein Team war für die Abschaltung des globalen Netzwerkes verantwortlich, welches vom "Sobig.F-Wurm" genutzt wurde. Hypponen war der erste, der die Welt vor dem "Sasser-Ausbruch" gewarnt hatte, er benannte den berüchtigten "Storm Worm" und führte klassifizierende Briefings über die Funktionsweise des "Stuxnet-Wurms" durch.

Spannend dürfte auch der Vortrag von Marie Moe von der Norwegian University of Science and Technology sein, die ihren eigenen Herzschrittmacher hackte. Das Leben der IT-Sicherheitsforscherin ist seit einigen Jahren von der reibungslosen Funktionalität eines implantierten Herzschrittmachers abhängig. Seitdem sieht sich Moe als "Teil des Internet of Things" und appelliert an die Hacker-Community, sich mehr um die Sicherheit der Geräte zu kümmern.

Bei Stuart McClure, Geschäftsführer eines US-amerikanischen Cyber-Security-Dienstleisters, steht die Früherkennung von möglichen Cyber-Angriffen im Fokus. McClure ist Entwickler des ersten auf Mathematik basierenden Ansatzes zur Erkennung und Abwehr von Gefahren und Hauptautor eines der erfolgreichsten Bücher über IT Security "Hacking Exposed". Stuart McClure gehört zu den führenden Experten im Information-Security-Sektor.

www.cebit.de