Font size

3D-Fahrsimulation in Echtzeit

  •  

360-Grad-Laserscanner erfassen Umgebung zentimetergenau

20.04.2016

Um Fahrzeuge am Computer zu entwickeln, benötigt man genaue Daten unterschiedlicher Umwelteinflüsse. Nur so können die Entwickler wie in echten Autos testen. Fraunhofer-Forscher zeigen auf der Hannover Messe in Halle 7 am Stand E11 ein System, das reale Daten bei normaler Fahrgeschwindigkeit mit Laserscannern sammelt und in Echtzeit für 3D-Fahrzeugsimulationen aufbereitet.

 - Das System berücksichtigt Umweltparameter wie Straßenbelag oder Wetter in Fahrsimulationen.
© Fraunhofer
Das System berücksichtigt Umweltparameter wie Straßenbelag oder Wetter in Fahrsimulationen.

Das Messfahrzeug REDAR (Road & Environmental Data Acquisition Rover) sammelt bei normaler Fahrgeschwindigkeit mit zwei 360-Grad-Laserscannern enorme Datenmengen seiner Umgebung. „Wir sprechen von Punktwolken. Das heißt, zu jeder 3D-Koordinate liegen uns Informationen vor“, sagt Dr. Klaus Dreßler vom Fraunhofer-Institut für Techno- und Wirtschaftsmathematik ITWM in Kaiserslautern. Den ITWM-Forschern ist es gelungen, die Terabyte großen Datenmassen so aufzubereiten, dass sie in Echtzeit in interaktiven 3D-Fahrsimulationen genutzt werden können.

REDAR nimmt rechts und links die Gebäudefronten, vorne und hinten die Straße in einer Distanz von 200 Metern auf. Das Straßenprofil scannt das Messfahrzeug mit einer Auflösung von unter einem halben Zentimeter. Eine Inertialplattform rechnet die Bewegung des Fahrzeugs während der Fahrt aus den Rohdaten der Laserscanner heraus, so dass diese objektiv von einer Software verarbeitet werden können.