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3,9 Prozent mehr internationale Aussteller auf deutschen Messen

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30.06.2017

Die internationale Beteiligung auf dem deutschen Messemarkt wächst: Insgesamt kamen im Jahr 2016 auf die internationalen und nationalen Messen 3,9 Prozent mehr ausländische Aussteller als auf die jeweiligen Vorveranstaltungen. Dies ergab eine Auswertung des AUMA, des Verbandes der deutschen Messewirtschaft.

 - drupa 2016: Insgesamt verzeichneten die deutschen Messen 3,9 Prozent mehr ausländische Aussteller als auf den jeweiligen Vorveranstaltungen.
© Messe Düsseldorf/Constanze Tillmann
drupa 2016: Insgesamt verzeichneten die deutschen Messen 3,9 Prozent mehr ausländische Aussteller als auf den jeweiligen Vorveranstaltungen.

Die deutschen Messen verzeichneten deutlich mehr Aussteller aus Afrika, dem Nahen und Mittleren Osten, aber auch aus Lateinamerika als bisher. Entscheidende Wachstumstreiber bei den internationalen Beteiligungen sind aber weiterhin China und die Region Süd-Ost-Zentral-Asien. Aus der Volksrepublik China kamen nochmals fast sechs Prozent mehr Aussteller im Vergleich zu den Vorveranstaltungen der 2016er Messen; damit hat China nun mit Abstand die größte Zahl an Beteiligungen auf den deutschen Messen mit mehr als 15.000 Ausstellern. Indien dagegen verzeichnete einen Rückgang von vier Prozent. Insgesamt kamen 2016 aus Süd-Ost-Zentral-Asien fast 30.000 Aussteller auf die Messen in Deutschland, ein Plus von rund 4,5 Prozent.

Naher und Mittlerer Osten

Der Nahe und Mittlere Osten erzielte mit plus 23 Prozent das höchste Ausstellerwachstum aller Wirtschaftsregionen; hier geht es aber insgesamt nur um rund 1.700 Messestände. Die beiden größten Aussteller aus der Region, Israel und die Vereinigten Arabischen Emirate, legten um 23 bzw. 13 Prozent zu. Besonders bemerkenswert ist aber der Ausstellerzuwachs von über 70 Prozent aus dem Iran, der inzwischen auf 40 Messen präsent ist, von Lebensmitteln bis zum Schiffbau.

Europäische Union

Die Beteiligungen aus den größeren Ländern der Europäischen Union wuchsen unterdurchschnittlich, teilweise stagnieren sie auch. Immerhin kamen aus Spanien und Frankreich jeweils rund 3,5 Prozent mehr Aussteller. Einige kleinere „jüngere“ EU-Staaten drängen geradezu auf den Messeplatz Deutschland, wie etwa Slowenien (plus 15 Prozent), das inzwischen auf mehr als 100 deutschen Messen mit 550 Beteiligungen vertreten ist. Insgesamt kamen aus den EU-Staaten gut zwei Prozent mehr Aussteller.

Afrika

Die afrikanischen Staaten steigerten ihre Messebeteiligungen in Deutschland um bemerkenswerte 17 Prozent auf jetzt 1.900 Beteiligungen. Dabei verzeichnete Ägypten (plus 17 Prozent) erstmals gleich viele Aussteller wie das sonst führende Südafrika (je 410 Beteiligungen). Auch andere nordafrikanische Länder legten stark zu, wie Marokko (plus 24 Prozent) und Tunesien (plus 31 Prozent). Generell unterliegen die Beteiligungen aus Afrika, gerade aus den kleineren Ländern, erheblich jährlichen Schwankungen. Offensichtlich mangele es oft an klaren Exportstrategien, hieß es beim AUMA.

Lateinamerika

Einen überdurchschnittlichen Ausstellerzuwachs – um rund zehn Prozent auf fast 2.300 Beteiligungen – gab es auch aus Lateinamerika. Argentinien als zweitgrößtes Ausstellerland der Region legte um rund acht Prozent zu, Brasilien um 3,5 Prozent, Mexiko als drittgrößtes um 17 Prozent. Aber auch die kleineren Länder wie Chile, Kolumbien und Peru verzeichneten zweistellige Zuwachsraten. Offensichtlich würden diese Länder im europäischen Markt eine auch perspektivisch wichtige Exportregion sehen, hieß es abschließend.

www.auma.de